8. März, Frauentag – der offensive Charakter dieses Tages scheint längst in weite Ferne gerückt und Kämpfe um Gleichberechtigung ein Relikt vergangener Zeiten geworden zu sein.

Für was denn auch kämpfen? Immerhin dürfen wir als Frauen in Deutschland seit 100 Jahren wählen gehen, unsere PartnerInnen größtenteils frei wählen und Abtreibungen werden zumindest nicht mehr komplett kriminalisiert. Wir können studieren und arbeiten und sogar in die Bundeswehr dürfen wir. Also ein Erledigt- und Abgeschlossen-Häkchen hinter die Emanzipation der Frau? Weit gefehlt…

Der Blick hinter den Vorhang der Emanzipationspropaganda offenbart ein düsteres Bild: Auf dem Arbeitsmarkt ist die Situation für Frauen weiterhin deutlich schlechter als für Männer – überdurchschnittlich viele Frauen befinden sich in prekären Arbeitsverhältnissen und die schlechte Bezahlung sogenannter „Frauenberufe “ – Pflegekräfte, Erzieherinnen oder Reinigungskräfte – führt dazu, dass Frauen im Schnitt 22% weniger als Männer verdienen. Der fürs Kapital praktische Nebeneffekt davon ist, dass sie als Lohndrückerinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen in Stellung gebracht werden. Es verwundert nicht, dass Frauen, die zur Klasse der Lohnabhängigen zählen, besonders stark von Armut betroffen sind.

Auch Alltagssexismus begegnet Frauen nahezu überall. Da sind Statistiken, die auflisten, dass beinahe jeden zweiten Tag eine Frau von ihrem männlichen (Ex-)Partner ermordet und jede dritte Frau schon einmal Opfer einer Vergewaltigung oder sexualisierter Gewalt war, nur noch eine traurige und schockierende Bestätigung. Durch die gesellschaftliche Rechtsentwicklung und Krise sind die “klassischen” Rollenbilder, die Frauen zu unterwürfigen Haushälterinnen degradieren, wieder auf dem Vormarsch. Diese Rollenbilder treffen gerade Menschen, deren Geschlechteridentität sich nicht einfach aus ihrem biologisches Geschlecht ergibt, besonders hart. Trans- und Intersexualität sind zwar längst nichts Neues, werden in dieser Gesellschaft, in der klare Vorstellungen von Männlichkeit und Weiblichkeit für Viele einen Grundstein ihrer Weltanschauung bilden, aber immer noch abgelehnt, verächtlich gemacht oder sogar bekämpft.

Die Benachteiligung der Frau ist nicht naturgegeben und die Verhältnisse sind nicht zufällig. Im Gegenteil: Sie haben System, sind historisch gewachsen und gerade das Kapital hat großes Interesse daran, dass sie auch so bleiben. Frauen erledigen unbezahlte Haus- und Pflegearbeit und werden in die Rolle gedrückt, soziale Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen – das umfasst ein funktionierendes Miteinander und das Umsorgen von Menschen, sowohl im betrieblichen als privaten Kontexten.

Es ist der Kapitalismus, der diese Verhältnisse hervorbringt und vorantreibt. Frauen aus der Klasse der Lohnabhängigen sind nicht nur mit der Geschlechterunterdrückung konfrontiert, sondern werden auch als Teil der Klasse ausgebeutet. Sie unterliegen damit einer doppelten Unterdrückung. Mehr als genug Gründe sich zu wehren und dem 8.März zu einem revolutionären Kampftag umzugestalten.

Frauenkampf heißt Klassenkampf

Alle Frauen erleben Sexismus und sehen sich tagtäglich in der ein oder anderen Form mit einem Bild konfrontiert, das von ihr einfordert zu funktionieren, attraktiv, konform und akkurat zu sein. Auch anzuecken oder unangenehm aufzufallen, sollte die Frau tunlichst vermeiden. So einend diese Formen der Diskriminierung sind, so unterschiedlich sind gleichzeitig die objektiven Situationen von Frauen. Denn nicht alle Frauen erleben Unterdrückung gleichermaßen. Für die zum größten Teil lohnabhängigen Frauen mit Migrationshintergrund, insbesondere mit dunklerer Hautfarbe, verschränken sich Klassenausbeutung Rassismus und die verschiedenen Formen patriarchaler Unterdrückung eng miteinander, bestärken sich gegenseitig und wirken sich viel existenzieller auf ihre Lebenssituation aus, als das für “deutsche” Frauen erfahrbar wäre.

Frauen aus bürgerlichen Schichten bzw. Frauen, die zur herrschenden Klasse gehören, sind von Sexismus und patriarchaler Gewalt betroffen, erleiden aber nicht die materiellen Benachteiligungen wie Lohnarbeiterinnen. Sie haben andere Möglichkeiten mit ihrer gesellschaftlichen Rolle als Frau umzugehen: Durch ihre finanziellen Spielräume können sie ihr Leben angenehmer gestalten. Sei es weil sie sich Unterstützung durch Angestellte holen oder sich die Ausbildung leisten können, mit der sie später in besser bezahlte (Führungs-)Positionen gelangen.

Logischerweise ergeben sich daraus andere Interessen, als für lohnabhängige Frauen. Frauen, die nicht zur Klasse der Lohnabhängigen zählen, hinterfragen frauendiskriminierende Denkweisen damit nicht grundsätzlich, sondern losgelöst von der Frage der Klassenzugehörigkeit. Sind sie Teil der besitzenden Klasse, profitieren sie logischerweise auch von Frauenausbeutung und sind sicher nicht an einem grundlegenden Wandel der kapitalistischen Eigentums- und Produktionsverhältnisse interessiert. Eine Frau, die im Aufsichtsrat eines Unternehmens sitzt, wird sich kaum mit den Kämpfen von Krankenschwestern solidarisieren. Das Klassen- und Eliten-Denken und das Zugehörigkeitsgefühl zur eigenen Klasse ist bei bürgerlichen Frauen stärker ausgeprägt, als ihre geschlechtsspezifische Solidarität. Frauen einer herrschenden sozialen Schicht haben keine Probleme damit, andere Frauen auszubeuten und in Abhängigkeit zu halten, also Herrschaftsinteressen über Geschlechtersolidarität zu stellen. Dominante Frauen aus der Bourgeoisie halten das zynischerweise sogar für einen Ausdruck von Emanzipation.

Frauen fühlen sich stärker ihrer jeweiligen sozialen Gruppe zugehörig als ihrem eigenen Geschlecht.Was bedeutet das im Umkehrschluss für uns, für die Frauen aus der Klasse der Lohnabhängigen? Unsere Aufgabe liegt darin, die schon bestehende – oft intuitive – Klassensolidarität weiter aufzubauen, proletarische Frauen in ihrem Klassenbewusstsein zu stärken und eine klassenkämpferische Praxis zu entwickeln.

Kämpfe zu führen und Erfahrungen zu sammeln, gilt nicht nur für den betrieblichen Kontext. Hinter die vielen wichtigen Errungenschaften der Frauenbewegung (Frauenwahlrecht, Recht auf Abtreibung, gesetzliche Gleichstellung, „sexuelle Revolution“) dürfen auch wir nicht zurückfallen.


Geschichte wirkt nach – oder wie wir wurden, was wir sind…

„In dem Verhältnis also, wie die Reichtümer sich mehrten, gaben sie einerseits dem Mann eine wichtigere Stellung in der Familie als der Frau und erzeugten andrerseits den Antrieb, diese verstärkte Stellung zu benutzen, um die hergebrachte Erbfolge [nach Mutterrecht, H. F.] zugunsten der Kinder umzustoßen.“ [Friedrich Engels]

Die geschichtlichen Entwicklungen in den Anfängen der menschlichen Gesellschaften können heute nicht mit 100%er Sicherheit rekonstruiert werden. Im Folgenden gehen wir von Theorien aus, die auf Funden, Indizien und Herleitungen beruhen und bereits auf spätere geschichtliche Entwicklungen hindeuten. Ohne zu behaupten, die absolute Wahrheit gepachtet zu haben, gehen wir doch davon aus, damit der historischen Entwicklung der Frauenunterdrückung sehr nahe zu kommen.

Die Herabwürdigung der Frau geht mit ihrer ökonomischen Abhängigkeit einher und diese kam zusammen mit dem Privatbesitz auf. Die erste gesellschaftliche Entrechtung bzw. Entmündigung der Frau steht damit in direktem Zusammenhang mit den ersten Formen der Klassenausbeutung bzw. der Entstehung des Privateigentums.

Doch der Reihe nach: In den frühen menschlichen Gesellschaften, die umherschweiften und vom Sammeln und Jagen lebten, gab es kein Privateigentum, keine Klassenunterschiede und keine Geschlechterunterdrückung. Die Frauen hatten wegen ihrer Fähigkeit zu Gebären eine besondere Bedeutung und wurden mit einer matrilinearen Erbfolge, einer Familiengeschichte, die von der Frau ausging, zu den zentralen Personen in den Gemeinschaften. Mit dem Übergang in die Sesshaftigkeit, dem Beginn von Ackerbau, Viehzucht und Vorratshaltung, begannen allerdings Männer wichtige Aufgaben wie die Bestellung der Felder und erste Formen des Handel zu übernehmen, weil Frauen durch Schwangerschaften und Stillzeiten nicht in der Lage dazu waren, sich diesen Arbeitsfeldern durchgehend zu widmen. Diese erst einmal natürliche und pragmatische Arbeitsteilung legte den Grundstein für die private Aneignung von Produktionsmitteln (durch Männer) und zugleich für die strukturelle Ausgrenzung der Frau aus relevanten gesellschaftlichen Bereichen. Das Aufkommen des Handwerks und des Transportwesens weitete die gesellschaftliche Produktion über den unmittelbaren Gebrauch hinaus weiter aus und festigte die Stellung der besitzenden und handelnden Männer. Folgerichtig waren es auch Männer, die für Handelstätigkeiten erstmals von produzierender Arbeit freigestellt wurden. Die männlichen Wächter über die in den Gemeinschaften produzierten Vorräte waren die ersten Autoritäten, es folgten ebenfalls männliche religiöse Führer. Mit dem Sturz des Mutterrechts und der Einführung der männlichen Erbfolge, die den angehäuften Besitz den Männern folgender Generationen zusichern sollte, wurde festgelegt, dass Frauen sich an einen Mann zu binden haben. Sie sollten nicht nur für (bestenfalls männliche) Nachkommen sorgen, sondern wurden auch zu Lustsklavinnen erklärt.

Der Ausschluss der Frau aus der Warenproduktion (Handwerk, Mehrprodukt von Nahrungsmitteln) und aus dem öffentlichen Leben manifestierte die patriarchale Unterdrückung ökonomisch. Es waren ausschließlich die Männer, die sich von körperlicher Arbeit lossagen konnten und die die Erträge nun mehr nur noch konsumieren und genießen konnten, ohne selbst dafür Hand anlegen zu müssen. Auch die ersten Staatsorgane wurden ausschließlich von Männern getragen, während Frauen zu häuslicher und reproduktiver Arbeit gezwungen waren. Die erste Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, ist die der Frau in der Familien gewesen – wo sich der Mann die Arbeitskraft der Frau und Kinder aneignete.

Der Klassenwiderspruch bzw. die erste Formen sozialer Ungleichheit und Geschlechterwiderspruch entstanden in einem engen Verhältnis und in Abhängigkeit zueinander. Sie sind in allen Gesellschaftsformen bis heute miteinander verwoben und bilden Grundlage der Ausbeutungs- und Unterdrückungsverhältnisse. Der Klassenwiderspruch teilt die Gesellschaft in Lager mit unterschiedlichen sozialen Interessen, wobei die Frauenunterdrückung auch im hochmodernen Kapitalismus eine zentrale materielle Voraussetzung dafür bildet.

Die Gefräßigkeit des kapitalistische Gesellschaftssystems

Die patriarchale Unterdrückung der Frau wird sich heute – im Kapitalismus – an vielen Stellen zu Nutzen gemacht. Im Konzept der Familie bspw. wird Haus- und Pflegearbeit maßgeblich von Frauen und unentgeltlich geleistet: Einkaufen, kochen, putzen und Kinder betreuen, umsorgen und unterstützen, pflegebedürftige Angehörige versorgen. Nach Feierabend werden so die Lohnarbeitenden wieder fit für den nächsten Arbeitstag gemacht, Kinder werden erzogen und darauf vorbereitet, einen ihrer Klasse entsprechenden Beruf zu erlernen.

Marxistisch gesprochen: Die Arbeit der Frauen stellt die Ware Arbeitskraft her. Diese schafft für die Kapitalisten den Profit. Die Arbeitskraft wird also ständig abgenutzt und reproduziert. Denn der Kapitalist braucht nicht nur Maschinen und Rohstoffe, sondern auch Arbeitskräfte, die voll einsatzfähig sind und funktionieren. Hinzu kommt, dass unentgeltliche Haus- und Familienarbeit ein praktischer Mechanismus ist, um Investitionen in öffentliche Kindererziehung, Altenpflege oder Reinigung einzusparen. Die geschlechtsspezifische Arbeitsteilung macht deswegen für das Kapital gleich mehrfach Sinn und hält sich nicht zufällig so hartnäckig.



A Woman’s Place Is In The Revolution

Bei den Geschlechterverhältnissen im Kapitalismus handelt es sich um soziale Verhältnisse, die ein ökonomisches Fundament haben. Sie werden nur dann grundlegend geändert, wenn sich die Gesellschaft grundlegend ändert. Die Frauenfrage kann nicht entkoppelt von der sozialen Frage, nicht losgelöst von einer revolutionären Perspektive behandelt werden. Für uns als Kommunistinnen muss klar sein, dass Frauenkampf immer auch Klassenkampf bedeutet.

Und zum Glück tut sich was unter den zum Großteil weiblichen Lohnabhängigen in reproduktionsorientierten Berufsfeldern. In der Pflege oder der Erziehungsarbeit kam es in den letzten Jahren zu intensiven Arbeitskämpfen. Ob Streiks in Krankenhäusern oder in Kitas, es waren Frauen, die Trägerinnen der Proteste waren. Bei den Kämpfen ging es dabei nicht nur um mehr Gehalt, sondern auch um die Aufwertung der Tätigkeiten an sich. Es sind hauptsächlich Frauen, die den großen gesellschaftlichen Wert ihrer Arbeit in die Öffentlichkeit bringen und mehr Anerkennung einfordern. Und auch wenn wir noch weit von massenhaften Frauenbewegungen wie in Spanien oder Argentinien entfernt sind, so ist es doch eine positive Initiative, dass sich in vielen Städten Deutschlands Frauen-Bündnisse gründen. Sie alle setzen sich – mit verschiedenen Sichtweisen – für die Verbesserung der Situation der Frau ein. Dabei wird nicht nur gemeinsam der internationale Frauenkampftag gestaltet, sondern – inspiriert von spanischen Generalstreik 2018, an dem 5 Millionen Frauen teilnahmen – auch die Frage des politischen Streiks auf die Agenda gesetzt.

Eine starke, selbstbewusste und klassenkämpferische Frauenbewegung, die sich nicht in Kleinkämpfen verliert oder in inneren Widersprüchen verrennt, ist das Ziel, an dem wir heute arbeiten.

Gerade jetzt, da der Kapitalismus in einer tiefen Krise steckt, erstarken rechte Strukturen und greifen die Errungenschaften und Rechte der Frauen an, um sie als Gebärmaschinen wieder im Haushalt einzusperren. Die Ideologie reaktionärer Bewegungen ist voll von rassistischen, antifeministischen und konservativen Rollen- und Weltbildern. Umso zynischer ist es, dass Rechte versuchen, sich mit dem vermeintlichen Einsatz für Frauenrechte zu profilieren – ein kurzer Blick reicht zumeist aus, um zu erkennen, dass Frauen dabei nur ein weiteres Mal benutzt werden, um rassistische Stimmungen zu schüren, während Männer, die sich zu “Rettern der deutschen Frau” aufspielen vor allem zeigen, dass es ihnen um den Erhalt ihrer patriarchalen Vorrechte geht.

Bedauerlicherweise flammen in Krisenzeiten auch im bürgerlichen Milieu erneut Lebenskonzepte auf, die eher rückschrittliche Tendenzen haben. Der dominierende Diskurs zur Lebensführung erschafft sich seine eigene Blase, zu der nur ein Teil der Gesellschaft Zugang hat. Mit Bio-Läden, Hipster-Cafés, Holzspielzeug, Yoga-Stunden und der Überhöhung der Mütterlichkeit widmen sich Frauen vermehrt aus vollster Überzeugung und mit einem naturalistischen Selbstverständnis der Reproduktionsarbeit. Haus- und Erziehungsarbeit als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe zu begreifen, Konzepte der kollektivierten Kindererziehung weiterzuentwickeln oder Emanzipationsprozesse zu führen – all das passt nicht in diese kleine individualistische Welt. Ein starker Frauenkampf kann solche kulturellen Roll-Backs, die als modern und frisch verkauft werden, entlarven und ihnen kollektivere Lebenskonzepte entgegenstellen, er kann dazu ermutigen, sowohl der Rechtsentwicklung, als auch der Vereinzelung die Stirn zu bieten.

Unser Bestreben als Frauen und Kommunistinnen ist es eine Gesellschaft im Interesse der Lohnabhängigen aufzubauen, in der diejenigen, die arbeiten und produzieren auch darüber bestimmen, was und wie produziert wird. Eine Gesellschaft, in der die Menschen selbst entscheiden, wie sie zusammen leben wollen, in der kulturelle Entfaltung nicht vom Geldbeutel und dem Marktangebot abhängig ist.

Wir Frauen müssen als unterdrückte Klasse und als unterdrücktes Geschlecht kämpfen! Wir wollen die doppelte Ausbeutung der Frau überwinden: Die Ausbeutung durch Lohnarbeit und die Ausbeutung durch unbezahlte Reproduktionsarbeit im Privaten. Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Reproduktionsarbeit vergesellschaftet und damit kollektive Verantwortung ist. Wir wollen eine Gesellschaft, in der bürgerlich-patriarchale Rollenverhältnisse aufgehoben sind. Nur so kann es eine befreite Gesellschaft geben. Die Aufhebung des Patriarchats muss mit dem Kampf gegen die herrschenden Eigentumsverhältnisse verknüpft werden und damit Teil unseres Klassenkampfes sein. Das Patriarchat ist ökonomisch, politisch und ideologisch so eng mit den herrschenden Verhältnissen verknüpft, dass man es nicht einfach herauslösen kann, ohne den Kapitalismus grundlegend in Frage zu stellen.

Das heißt aber nicht, dass der Kampf gegen das Patriarchat für uns erst nach der Überwindung der kapitalistischen Macht- und Eigentumsverhältnisse beginnt. Im Gegenteil: Schon jetzt gilt für uns, alle Formen der Frauenunterdrückung zu bekämpfen und den täglichen Frauenkampf mit einer revolutionären Perspektive zu verbinden. Auch zahlreiche revolutionäre Bewegungen und sozialistischen Versuche vor uns, haben bewiesen, dass Frauenbefreiung und der Aufbau von Gegenmacht unbedingt zusammen entwickelt werden müssen – und dass dafür ein langer Atem angesagt ist.

Wir wollen den 8. März dieses Jahr nutzen, um uns zu vernetzten, zu stärken und gemeinsam eine Frauenbewegung aufzubauen! Eine Bewegung, in der sich proletarische Frauen organisieren und die der doppelten Unterdrückung der Frau den Kampf ansagt! Lasst uns daher am 8. März laut und kämpferisch auf die Straße gehen.

Für einen Frauenkampf von unten!
Für eine befreite Gesellschaft!

Hier die Broschüre als PDF.