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	<title>International | Revolutionaere Aktion Stuttgart</title>
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	<description>Die offizielle Website der Revolutionären Aktion Stuttgart</description>
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		<title>Das war der Revolutionäre 1. Mai 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 14:44:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
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		<category><![CDATA[1 Mai]]></category>
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					<description><![CDATA[600 bei Antikapitalistischem Block auf DGB-Demo, 2300 auf Revolutionärer Demo +++ Polizei hält sich mit Großaufgebot im Hintergrund +++ Pyrotechnik am Rande +++ Solidarität mit Cuba, Rojava und Palästina +++ militante Aktionen im Vorfeld]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="field field-name-field-abstract field-type-text-long field-label-hidden">
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<p><em>600 bei Antikapitalistischem Block auf DGB-Demo, 2300 auf Revolutionärer Demo +++ Polizei hält sich mit Großaufgebot im Hintergrund +++ Pyrotechnik am Rande +++ Solidarität mit Cuba, Rojava und Palästina +++ militante Aktionen im Vorfeld</em></p>
<p>Der Tag begann mit einem kämpferischen antikapitalistischen Block auf der DGB-Demo. 600 Menschen aus verschiedenen Betrieben und Branchen, machten klar dass Sozialpartnerschaft keine Perspektive hat. In kurzen Redebeiträgen berichteten verschiedene Beschäftigte von den Auswirkungen des Sozialabbaus auf ihre Jobs und andere Bereiche des Lebens. Sie verharrten dabei nicht in Zustandsbeschreibungen, sondern zeigten sich kampfbereit: gegen ihre Profite! Klar wurde: trotz der sozialpartnerschaftlichen Führung lohnt es sich, die Gewerkschaften, allen voran die Basis, nicht aufzugeben!</p>
</div>
</div>
</div>
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<p>2300 Menschen – so viele wie noch nie beteiligten sich, konservativ geschätzt, an der diesjährigen revolutionären ersten Mai Demonstration. Dabei war ein breites Spektrum vertreten: Organisierte Kommunist:innen verschiedenster Strukturen , Jugendverbände linker Parteien, Kulturschaffende, motivierte Einzelpersonen und viele mehr! Prägend waren auch die sehr vielen Jugendlichen auf der Demo. Auch für organisierte Gewerkschafter:innen und betrieblich aktive Kolleg:innen wird die revolutionäre Demonstration immer mehr zum Anlaufpunkt. Das vielfältige Bild ergänzte sich durch einen Kinder-Bereich in welchem alle Eltern und ihre Kinder ausdrücklich willkommen geheißen wurden. Kurz gesagt: revolutionäre Politik ist ein in Stuttgart nicht zu vernachlässigender Faktor. Die heftige Krisenentwicklung politisiert unsere Klasse. Zunehmend weigern sich Menschen, den Kapitalismus als Ende der Geschichte anzuerkennen und sind bereit das auch auf die Straße zu tragen.</p>
<p>Die Polizei war erneut mit einem Großaufgebot vor Ort, hat sich dieses Jahr jedoch im Hintergrund gehalten. Wohl auch weil die Stuttgarter Cops in den letzten Monaten selbst in bürgerlichen Kreisen wegen hartem Vorgehen gegen antikapitalistische und antifaschistische Demos in die Kritik geraten sind.</p>
<p>Mit Grußwörtern von der Kommunistischen Partei Cubas und der Internationalen Kommune in Rojava, war die Demo stark internationalistisch ausgerichtet. Der Zweifronten-Kampf fortschrittlicher Kräfte im Iran gegen den imperialistischen Krieg und das reaktionäre Regime wurden von der iranischen Gruppe Feminists4Jina aufgegriffen. Und natürlich war die Solidarität mit Palästina gegen den Genozid überall präsent.</p>
<p>Blieb die herbei beschworene „Eskalation“ dieses Jahr aus, so haben es sich Genoss:innen wohl nicht nehmen lassen den Feind im Vorfeld an anderer Stelle zu treffen: das türkische Konsulat wurde in Solidarität mit dem Befreiungskampf in Rojava eingefärbt, in Bezug auf den kommunalen Sozialabbau des CDU-Bürgermeisters wurde aus einem riesigen Stuttgart-Zeichen das „S“ für alles „Soziale“ geklaut. Auch am Rand der Demo haben sich Genoss:innen offensichtlich kreativ Raum angeeignet und Pyrotechnik ohne direkten Zugriff gezündet.</p>
<p>Der diesjährige erneute Zuwachs und Diversität der Teilnehmenden ist ein klares Zeichen der Stärke. Lasst uns daran anknüpfen. Es findet der größte Sozialabbau seit dem Faschismus statt, Aufrüstung und Kriegstreiberei haben Hochkonjunktur. Stehen wir dagegen auf und kämpfen wir! Packen wir es an! Für eine revolutionäre Perspektive! Für den Kommunismus!</p>
<p>++++++</p>
<p>Revolutionäre Praxis hat viele Ebenen. Die jährliche revolutionäre Demonstration spielt eine große Rolle beim Schaffen von Gegenkultur. Sie bringt verschiedenste Ansätze und Projekte gemeinsam auf die Straße, demonstriert Einheit und gemeinsamen Handlungswillen für das Ziel der sozialistischen Ordnung. Sie ist eine Möglichkeit revolutionäre Politik, unsere Inhalte und Ansätze für ein breites Publikum greifbar zu machen. Gleichzeitig werden die kommenden Kämpfe sich nicht an – in gewisser Weise auch tradierten und ritualisierten – Demonstrationen entscheiden. Die kommenden Kämpfe werden einen anderen Charakter und ganz neue Herausforderungen mit sich tragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>

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</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Berichte zu verschiedenen Aktionen im Vorfeld des 1. Mai</strong> [Quelle: de.indymedia.org]</p>
<p><a href="https://de.indymedia.org/node/732576" target="_blank" rel="noopener">Banner-Aktion an der Esslinger Burg</a></p>
<p><a href="https://de.indymedia.org/node/732598" target="_blank" rel="noopener">Turkish Airlines markiert</a></p>
<p><a href="https://de.indymedia.org/node/732611" target="_blank" rel="noopener">Stadtverschönerung in Stuttgart-Süd</a></p>
<p><a href="https://de.indymedia.org/node/732413" target="_blank" rel="noopener">&#8222;S&#8220; aus Stuttgart-Schriftzug entfernt</a></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Revolutionäre Perspektiven auf den Iran. Interview mit Feminists4Jina</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2026/03/13/revolutionaere-perspektiven-auf-den-iran-interview-mit-feminists4jina/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2026 15:02:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Audio]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampf]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Lage im Iran haben wir ein Interview mit Leyla von Feminists4Jina geführt. Sie selbst war bei den Aufständen Anfang des Jahres im Iran.<br />Sie spricht mit uns über die Proteste, die Angriffe des US-Imperialismus &amp; Israels, sowie die Kräfteverhältnisse in der dortigen Oppositionsbewegung.</p>
<p>Das Interview findet ihr <a href="https://archive.org/details/f-4-j-ras-interview">hier</a>, sowie bei <a href="https://linktr.ee/redact0711">red.act</a> auf <a href="https://open.spotify.com/show/5MXG1OoOl75z0XmFMKc7AP">Spotify</a> und Soundcloud</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Hände Weg von Kuba: Solidarität mit der Revolutionären Regierung und dem kämpferischen kubanischen Volk!</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2026/02/23/haende-weg-von-kuba-solidaritaet-mit-der-revolutionaeren-regierung-und-dem-kaempferischen-kubanischen-volk/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 16:00:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Mit dem Erlass einer Executive Order am 29. Januar, durch die Kuba als “außerordentliche Bedrohung” für die Vereinigten Staaten eingestuft wird, verschärft das Trump-Regime die seit Jahrzehnten bestehende US-Politik der Erstickung des sozialistischen Inselstaates erneut. Bereits mit seinem Amtsantritt hatte Trump den Druck auf Kuba deutlich erhöht, indem er die Wiederaufnahme auf die Liste der Staaten, die Terrorismus unterstützen würden, veranlasste und Sekundärsanktionen gegen Investitionen auf der Insel einführte.</p>
<p>Im Januar 2026 eskalierte die Lage dann weiter: Nach dem Angriff auf Venezuela und der faktischen Übernahme der Kontrolle über dessen Ölexporte kündigte das US-Regime Zolldrohungen gegen alle Staaten an, die Öl nach Kuba liefern. Diese Drohung richtete sich vor allem gegen Mexiko, das in letzter Zeit Kubas wichtigster Öllieferant geworden war. Gleichzeitig gab es Berichte über Sichtungen von US-Militärdrohnen vor der mexikanischen Küste. In der Folge stellte Mexiko die direkte Öllieferung ein und beschränkt sich seitdem auf indirekte Hilfe wie das Betanken von Flugzeugen mit Ziel Kuba und die Unterstützung durch humanitäre Hilfslieferungen. De facto besteht dadurch eine Seeblockade: Das US-Militär patrouilliert aktiv in der Karibikregion und wäre jederzeit dazu in der Lage, mögliche Treibstofflieferungen abzufangen, wie es in den letzten Monaten immer wieder getan hat.</p>
<p>Doch Kuba steht nicht erst seit kurzem unter massivem Druck des US-Imperiums: Kurz nach dem Sieg der kubanischen Revolution verhängten die USA eine strikte Wirtschaftsblockade gegen den kleinen Inselstaat. Allein im vergangenen Jahr verursachte diese Blockade Kosten in Höhe von 7,6 Milliarden US-Dollar für die kubanische Wirtschaft. Insgesamt belaufen sich die Kosten seit Beginn des Embargos im Jahr 1960 auf 170,7 Milliarden US-Dollar, unter Berücksichtigung von Inflation und weiteren wirtschaftlichen Schäden sogar auf 2,1 Billionen US-Dollar. Die Blockade wirkt dabei weit über den Energiesektor hinaus und betrifft alle Bereiche der kubanischen Gesellschaft. Kuba ist vom internationalen Finanzmarkt praktisch ausgeschlossen. Zahlungswege sind blockiert, internationale Investitionen und Handel werden erschwert oder verhindert.</p>
<p>Und genau das ist die brutale Logik der jahrzehntelangen US-Blockade: Es geht darum, der kubanischen Bevölkerung möglichst viel Leid zuzufügen und darauf zu hoffen, dass dies zu einer inneren Krise führt, die dann zum Sturz des sozialistischen Systems des Landes führt. Der revolutionäre Prozess soll unter dem andauernden Druck materieller Not zerbrechen. Fidel Castro selbst betonte aber schon, dass Widerstand unter solchen Bedingungen das Bewusstsein der Bevölkerung verändert. Wenn ihre Ursache richtig verstanden wird, führt Not nicht automatisch zu Resignation oder Niederlage – sie kann auch Klarheit hervorbringen.</p>
<p><a href="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/website-banner-cuba.jpg" data-rel="lightbox-image-0" data-magnific_type="image" data-rl_title="website-banner-cuba" data-rl_caption="" title="website-banner-cuba"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8470" src="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/website-banner-cuba.jpg" alt="" width="809" height="455" /></a></p>
<p>Aktuell hat der akute Treibstoffmangel direkte Folgen für die Lebensmittelproduktion, den öffentlichen Nahverkehr, die Müllabfuhr und die Versorgung lebenswichtiger Infrastruktur. Stromrationierungen und regelmäßige Ausfälle beeinträchtigen Krankenhäuser, die Wasseraufbereitung und die Produktion. Trotz dieser massiven Einschränkungen versucht Kuba, den härtesten Hindernissen zu trotzen – aktuell etwa durch einen beschleunigten Ausbau der Solarenergie und lokale Initiativen zur Dezentralisierung der Energieversorgung, um die Abhängigkeit zu verringern.</p>
<p>Das Trump-Regime droht jedoch auch mit militärischen Maßnahmen gegen Kuba: Die Armada, die zuvor vor der Küste Venezuelas lauerte und Maduro in die USA verschleppte, könnte als nächstes gegen die sozialistische Insel eingesetzt werden.</p>
<p>Diese Verschärfung der US-Aggression gegen Kuba ist eine Fortsetzung der imperialistischen Offensive in Südamerika und zugleich Ausdruck einer Aktualisierung der sogenannten Monroe-Doktrin. Die USA erheben den Anspruch, ganz Südamerika und die Karibik als ihren Einflussbereich zu behandeln, und sind bereit, diesen mit wirtschaftlicher Erpressung, politischer Destabilisierung und militärischer Gewalt durchzusetzen. Kuba, Venezuela und andere Staaten, die sich diesem Herrschaftsanspruch widersetzen, sollen exemplarisch bestraft werden. Hinter dieser Politik steht dabei primär die strategische Konfrontation mit China als zentralem Gegner des US-Imperiums, eines Imperiums, das sich im Niedergang befindet.</p>
<p>Unabhängig von den direkten ökonomischen Interessen des US-Imperialismus in der Region hat der Krieg gegen Kuba zudem eine ideologische Komponente. Die Errungenschaften des sozialistischen Aufbaus in Kuba zeigen, dass eine kollektiv organisierte Gesellschaft keine Utopie ist, sondern eine reale Alternative darstellt. Gleichzeitig ist klar: Aufgrund der schwierigen Umstände und des äußeren Drucks gab und gibt es Hürden im sozialistischen Aufbau. Diese Feststellung ist keine moralische Belehrung, sondern eine nüchterne Anerkennung der realen Schwierigkeiten, mit denen jedes fortschrittliche Gesellschaftsmodell in einem imperialistischen Weltsystem konfrontiert ist. Wie der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel richtig feststellte: “Was den Imperialismus beunruhigt, ist das Beispiel Kubas – was Kuba ohne die Blockade erreichen kann, was ein anderes Modell, eine andere Art des Aufbaus, eine andere Form der Stärkung der Bevölkerung für die Welt bedeuten kann.”</p>
<p>Das Gleiche gilt auch für den gelebten Internationalismus Kubas, der sich in der Unterstützung antikolonialer Kämpfe, der Entsendung medizinischer Brigaden und der Verteilung eigener medizinischer Mittel manifestiert. In vielen ländlichen Gebieten Südamerikas hätten Menschen noch nie einen Arzt oder eine Ärztin gesehen, gäbe es nicht die kubanischen Brigaden vor Ort. Während der Corona-Pandemie leisteten kubanische medizinische Teams weltweit Hilfe – auch in europäischen Ländern – und Kuba stellte Ländern des Globalen Südens einen eigenen COVID-Impfstoff zur Verfügung, die von westlichen Staaten nicht ausreichend beliefert wurden, weil sie sich deren teure Vakzine nicht leisten konnten. Und trotz alledem schauen sie nun dabei zu, wie der sozialistische Inselstaat ausgehungert wird. Während man bei durch den Imperialismus ausgebeuteten Staaten in Südamerika und Afrika noch Verständnis für die Angst vor den Folgen einer Konfrontation mit den USA haben kann, spricht das Schweigen der europäischen Industrienationen Bände.</p>
<p>Kuba zeigt außerdem seit Jahrzehnten eine besondere Verbundenheit und Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf. Sei es durch die kostenfreie Ausbildung palästinensischer Ärzt:innen oder durch öffentliche Solidaritätsbekundungen, wie sie sich kaum ein anderer Staat zu zeigen getraut hat – insbesondere direkt nach dem 7. Oktober.</p>
<p><a href="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/3.jpg" data-rel="lightbox-image-1" data-magnific_type="image" data-rl_title="3" data-rl_caption="" title="3"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-8499" src="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2026/02/3.jpg" alt="" width="770" height="513" /></a></p>
<p>Unter anderem deshalb erfährt Kuba breite internationale Solidarität von nichtstaatlichen Akteuren und Bewegungen. So bildet sich eine Solidaritätsflotilla, die humanitäre Hilfslieferungen auf die Insel bringen möchte. Brasilianische Gewerkschaften und soziale Bewegungen erklären ihre Unterstützung, die Zapatistas bekunden ihre Solidarität und antikoloniale und antiimperialistische Bewegungen in Palästina, im Libanon und anderswo erklären offen, dass sie an Kubas Seite stehen. All dies zeigt die Bedeutung, die die kubanische Revolution und ihr Internationalismus bis heute überall auf der Welt haben.</p>
<p>Denn trotz seiner geringen Größe und des konstanten imperialistischen Drucks ist Kuba ein lebendiges Beispiel für ein revolutionäres sozialistisches Projekt, das weiterhin daran arbeitet, den Sozialismus im eigenen Land aufzubauen. Deshalb ist die kubanische Revolution für uns bis heute ein Bezugspunkt, den es gegen imperialistische Angriffe zu verteidigen gilt!</p>
<p>Zentral für die Verteidigung ist dabei Kubas Militärdoktrin &#8222;Guerra de todo el pueblo&#8220;, der &#8222;Krieg des ganzen Volkes&#8220;: Eine umfassende Volksmobilisierung, bei der Arbeiter:innen, Bäuer:innen, Studierende, städtische Gemeinschaften und soziale Organisationen einbezogen werden, hat sich in vielen historischen Situationen als wirksamster Schutz gegen äußere Angriffe erwiesen. Beispiele aus anderen Kontexten (wie erst kürzlich in Rojava) zeigen, dass kollektive Mobilisierung die Verwundbarkeit gegenüber militärischer Aggression bedeutend verringern kann.</p>
<p>Vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Aggression des US-Imperialismus im Kontext einer weltweiten kapitalistischen Krise nimmt die Bedeutung des Internationalismus als politisches Kampffeld zu. In Gaza wurde die systematische Aushungerung einer gesamten Bevölkerung durch imperialistische Mächte weitgehend normalisiert. Weil es keine stark genug organisierte internationalistische und antiimperialistische Bewegung gab, die dies wirksam stoppen konnte, setzt sich diese Barbarei nun gegen Kuba fort. Solange es uns nicht gelingt, eine organisierte, schlagkräftige, internationalistische und antiimperialistische Bewegung aufzubauen, die den Imperialisten das Handwerk legen kann, werden solche Angriffe weitergehen. Genau das müssen wir hier im imperialistischen Zentrum deshalb als unsere Aufgabe begreifen.</p>
<p><strong>Hände weg von Kuba! Solidarität mit den Genoss:innen der Kommunistischen Partei Kubas und dem kämpferischen kubanischen Volk! Hasta la victoria siempre!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wann wenn nicht jetzt? Die Revolution in Rojava verteidigen!</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2026/01/30/die-revolution-in-rojava-verteidigen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2026 16:14:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
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					<description><![CDATA[Ein Text der bundesweiten Plattform Perspektive Kommunismus zur Situation in Syrien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein Text der bundesweiten Plattform <a href="https://perspektive-kommunismus.org" target="_blank" rel="noopener">Perspektive Kommunismus</a> zur Situation in Syrien.</em></p>
<p><span id="more-8460"></span></p>
<p>Die Ereignisse in Syrien überschlagen sich.</p>
<p>Nachdem das syrische Regime bereits in den letzten Wochen kurdische Stadtteile in Aleppo angegriffen hat, ist es nun zum zum Generalangriff auf die Selbstverwaltung in Nord- und Ostsyrien übergegangen. Mittlerweile sind die mehrheitlich arabischen Städte unter Kontrolle des syrischen Regimes, in anderen Teilen Rojavas wird nach wie vor heftiger Widerstand geleistet. Insbesondere Kobane, eine Stadt, die wie sonst keine für den Widerstandsgeist Rojavas steht, ist aktuell eingekesselt durch die islamistischen Milizen unter Führung Jolanis.</p>
<p>Ohne wirklich tief in die militärische Situation vor Ort einzusteigen, lässt sich Eines klar sagen: Die Situation ist verdammt ernst. Es geht im Moment um alles. Es geht darum, ob Rojava fortbesteht oder fällt.</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Rojava wurde niemandem Geschenkt, Rojava wurde erkämpft!</strong></p>
<p>Das merkt man auch jetzt. Tausende reißen Grenzzäune nieder und versuchen nach Rojava zu gelangen, um sich an der Verteidigung zu beteiligen. Die Selbstverwaltung hat die Generalmobilmachung ausgerufen. Jede Zelle der Gesellschaft beteiligt sich nach ihren Möglichkeiten an der Selbstverteidigung.</p>
<p>Internationalist:innen greifen zu den Waffen und rufen weltweit dazu auf jetzt nach Rojava zu kommen. Auf der ganzen Welt strömen Menschen auf die Straßen um auf die Geschehnisse aufmerksam zu machen, ihren Genoss:innen Solidarität und Kraft zu schicken.</p>
<p>Die Errungenschaften Rojavas und der kurdischen Freiheitsbewegung sind immens.</p>
<p>Rojava ist ein Leuchtfeuer im sonst so reaktionären 21. Jahrhundert. Es hat gezeigt, dass auch heute noch eine revolutionäre Perspektive real werden kann, dass es inmitten von Barbarei und Reaktion möglich ist, demokratische Rätestrukturen, Frauenbefreiung, Ökologie und ein multi-ethnisches Zusammenleben praktisch werden zu lassen. Gleichzeitig war das Projekt nie eine Insel der Glückseligkeit. Der jahrelange, auf Zermürbung zielende niedrigschwellige Spezialkrieg der Türkei, ökonomische Herausforderungen und selbstverständlich auch verschiedenste Widersprüche in der Bevölkerung, gehören genauso zur Realität Rojavas, wie die Errungenschaften.</p>
<p>Wesentlich ist: Es ist ein authentischer revolutionärer Versuch, in dem die Bevölkerung keine bloße Zuschauerrolle einnimmt. Mit der Entwicklung des revolutionären Volkskriegs hat die kurdische Bewegung eine Strategie entworfen, die große Teile der Gesellschaft in die Selbstverteidigung miteinbezieht, die politische, soziale und militärische Elemente miteinander verbindet.</p>
<p>Und nicht zuletzt war Rojava immer ein internationalistisches Projekt. Es war immer – auch jetzt noch – möglich, sich daran zu beteiligen, einzutauchen und auch praktische Erfahrungen zu sammeln.</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Die Imperialisten sind Feinde Rojavas!</strong></p>
<p>Dass der Westen ein revolutionäres Projekt nicht dauerhaft dulden wird, war klar. Das Bündnis mit den SDF im Rahmen der „Anti-IS-Koalition“ war immer rein taktischer Natur. Dass die USA und auch der Rest der NATO nun grünes Licht für den Vernichtungsfeldzug gegen Rojava geben, war zumindest langfristig gesehen absehbar. Nachdem die freidrehenden IS-Banden etwas eingehegt werden konnten und Assad gestürzt wurde, bietet das neue syrische Regime den westlichen Imperialisten nun die Möglichkeit ihren Einfluss in der Region weiter auszubauen und auf Ressourcen zuzugreifen.</p>
<p>Nur wenige Tage nachdem die Jolani-Dschihadisten Anfang Januar mit ihrer Offensive gegen kurdische Stadtteile Aleppos, mit Massakern und Verschleppungen begannen, hat die CDU-Politikerin von der Leyen dem Regime im Namen der EU-Kommission 620 Millionen Euro Finanzhilfe für die nächsten zwei Jahren zugesichert. Deutlicher geht es nicht.</p>
<p>Auch die deutsche Regierung unter Friedrich Merz hat mit der nun verschobenen Einladung Jolanis nach Berlin klar gezeigt, dass sie auf der Seite der Reaktion steht und kein Interesse am Fortbestehen der einzigen Demokratie im Nahen- und Mittleren Osten hat. Sie strebt eine engere Kooperation mit der türkischen Rüstungsindustrie an und setzt Erdogans Repression gegen türkische und kurdische Linke auch hier im Land fort.</p>
<p>Strategisch gesehen sind alle imperialistischen und kapitalistischen Länder, die in der Region um ihre Interessen ringen, Feinde der Revolution: sie wollen eine Konterrevolution. Eine Region unter demokratischer Kontrolle der Bevölkerung, die sich nicht entlang ethnischer Grenzen spalten lässt, ist das Letzte was sie wollen – darin sind sie sich mit den Reaktionären vor Ort einig.</p>
<p>Sie wollen keine Selbstbestimmung in den kurdischen Gebieten, geschweige denn einen Staat mit sozialistischen Elementen. Denn das würde alle kapitalistischen Länder in der Region schwächen. Da wird lieber in Kauf genommen, dass zehntausende IS-Dschihadisten, die jahrelang von der Selbstverwaltung in Rojava gefangen gehalten wurden, die Region – und auch den Westen selbst – wieder mit Terror überziehen können. Behütet von der Türkei und dem Jolani Regime.</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Jetzt oder nie!</strong></p>
<p>Jetzt müssen wir alle auf die Straße gehen, die Doppelmoral der deutschen Politik entlarven und internationalen Druck gegen den Angriffskrieg aufbauen. Der Kurs der herrschenden Politik in Richtung autoritärer Staat und Militarisierung, ihr strategisches Interesse an einem prowestlichen Syrien und an einem guten Verhältnis zum NATO-Partner Türkei wird sich nicht durch Apelle an eine vernünftige oder menschlichere Außenpolitik verändern.</p>
<p>Die Veränderung entsteht von unten. Überall auf der Welt finden massenhafte Proteste statt. Schließt euch ihnen an!</p>
<p>Der Hauptfeind steht im eigenen Land! Aktionen gegen deutsche Regierung, gegen die deutsche Kriegsindustrie und alle Profiteure des Krieges sind in der aktuellen Phase wichtig. Wenn wir hier vor Ort den deutschen Imperialismus bekämpfen, ist das die beste Art und Weise, unsere Solidarität zu zeigen und den Widerstand der Freiheitskämpfer:innen zu unterstützen.</p>
<p>Kobane und Rojava wurden auch in der Vergangenheit mit Hilfe einer breiten internationalen Solidaritätsbewegung, die in zahlreichen Ländern kämpferisch auf der Straße gegangen ist gegen den IS verteidigt. Diese internationalistische Dynamik stärkt antikapitalistische und revolutionäre Linke weltweit.</p>
<p>Lasst uns nun die Revolution gegen das syrische Regime und den NATO Imperialismus verteidigen!</p>
<p class="has-medium-font-size"><strong>Biji berxwedana Rojava!</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verteidigt die Rojava Revolution!</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2026/01/18/verteidigt-die-revolution-von-rojava/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Jan 2026 14:02:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Rojava]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Revolution in Rojava ist existenziell bedroht! Jihadistische Gangs sammeln sich im Namen des Jolani-Regimes und unter Führung der Türkei, um die Revolution zu zerschlagen. In Rojava wurde heute Morgen [18. Januar 2026] die Generalmobilmachung ausgerufen. Die Jugend und Frauen, die Völker der Region sind bereit. Widerstand zu leisten. Als Internationalist:innen rufen wir dazu auf, in Europa, Abya Yala und überall auf der Welt ebenfalls mobilzumachen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wichtiger, aktueller Aufruf der internationalen Vernetzung <a href="https://riseup4rojava.org" target="_blank" rel="noopener">Riseup 4 Rojava:</a></p>
<p>Die Revolution in Rojava ist existenziell bedroht! Jihadistische Gangs sammeln sich im Namen des Jolani-Regimes und unter Führung der Türkei, um die Revolution zu zerschlagen.</p>
<p>Die aktuellen Angriffe auf Nord- und Ostsyrien sind ein Versuch, die Einheit der Völker, der Kurd:innen, Araber:innen, Alawit:innen und Armenier:innen anzugreifen. Während sie der Frauenrevolution die Kapitulation aufzwingen wollen, hat der Widerstand von Maqsoud [Stadtteil von Aleppo] bewiesen, dass sich diese Revolution niemals ergeben wird.</p>
<p>In Rojava wurde heute Morgen [18. Januar 2026] die Generalmobilmachung ausgerufen. Die Jugend und Frauen, die Völker der Region sind bereit. Widerstand zu leisten. Als Internationalist:innen rufen wir dazu auf, in Europa, Abya Yala und überall auf der Welt ebenfalls mobilzumachen!</p>
<p>Haltet euch auf dem Laufenden:</p>
<p><a href="https://imginn.com/riseup.4rojava/" target="_blank" rel="noopener">Riseup4Rojava Instagram Kanal</a> (anonym via imginn.com)</p>
<p><a href="https://deutsch.anf-news.com/" target="_blank" rel="noopener">ANF News</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Am 3. Oktober auf die Straße gegen Krieg!</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2025/09/29/am-3-oktober-auf-die-strasse-gegen-krieg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Sep 2025 10:36:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://revolutionaere-aktion.org/?p=8396</guid>

					<description><![CDATA[Am 3. Oktober finden in Berlin und Stuttgart zentrale Großdemos unter dem Motto Nie wieder kriegs­tüchtig! Stehen wir auf für Frieden! statt. Auch antikapitalistische und revolutionäre Strukturen und Genoss:innen aus Stuttgart beteiligen sich mit verschiedenen Aufrufen und einem antikapitalistischen Block an der breiten Initiative aus der Friedensbewegung. Aus verschiedenen Städten Süddeutschlands gibt es kollektive Anreisen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 3. Oktober finden in Berlin und Stuttgart zentrale Großdemos unter dem Motto <a href="https://friedensdemo0310.org/" target="_blank" rel="noopener">Nie wieder kriegs­tüchtig! Stehen wir auf für Frieden!</a> statt. Auch antikapitalistische und revolutionäre Strukturen und Genoss:innen aus Stuttgart beteiligen sich mit verschiedenen Aufrufen und einem antikapitalistischen Block an der breiten Initiative aus der Friedensbewegung. Aus verschiedenen Städten Süddeutschlands gibt es kollektive Anreisen.</p>
<p><a href="https://stuttgart.organisierte-autonomie.org/2025/09/gemeinsam-auf-die-strasse-gegen-krieg-sozialabbau-rechtsentwicklung-und-kapitalismus/">Hier</a> der Aufruf zum antikapitalistischen Block. Im folgenden Teilen wir den Aufruf, den Genoss:innen mit Bezug auf die bundesweite Initiative <a href="https://kriegdemkrieg.com" target="_blank" rel="noopener">Krieg dem Krieg</a> verfasst haben.<span id="more-8396"></span></p>

<a href='https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/09/2-1.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="300" src="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/09/2-1.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" /></a>
<a href='https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/09/Anreisen-1.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-3" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="300" src="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/09/Anreisen-1.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" /></a>

<p>&nbsp;</p>
<h2>Krieg dem Krieg – Gemeinsam kämpfen für Frieden und Sozialismus!</h2>
<p>Wir steuern auf unfriedliche Zeiten zu. Weltweit spitzen sich die Widersprüche zu und alles deutet auf eine neue globale Konflikteskalation hin. Die imperialistischen Staaten – angeführt von den USA, aber mit tatkräftiger Unterstützung Deutschlands – treiben die Welt gezielt an den Rand des Abgrunds. Ihr Ziel ist die Sicherung der eigenen Macht und Profite inmitten der tiefsten Krise des Kapitalismus seit 1945 – koste es, was es wolle. Und wir, die internationale Arbeiter:innenklasse, zahlen den Preis.</p>
<p><strong>Der deutsche Imperialismus im Großmachtrausch</strong></p>
<p>Seit der Konterrevolution, dem Ende des Sozialismus in der DDR und dem Sieg des westlichen Kapitalismus 1990 hat sich der deutsche Imperialismus Schritt für Schritt neu aufgestellt. Dabei kehren altbekannte Muster zurück: Militarisierung, Kriegspropaganda und die völlige Unterwerfung der Gesellschaft unter die Logik des Profits. Die Rüstungsindustrie – von Rheinmetall bis Thyssen, von KNDS (früher Krauss-Maffei Wegmann) bis Airbus – verzeichnet Rekordgewinne. Während Schulen, Krankenhäuser und die soziale Infrastruktur kaputtgespart werden, fließen Milliarden in neue Waffensysteme. Die Bundeswehr wird aufgerüstet, die Wehrpflicht steht wieder zur Debatte und die Gesellschaft soll „kriegstüchtig“ werden.</p>
<p>Dabei ist eines klar: Vom Krieg profitieren nie die Arbeiter:innen und die einfache Bevölkerung. Er dient den Herrschenden, die ihre Interessen zur „nationalen Sache“ machen. Wer heute von „Verteidigung“ spricht, meint die Verteidigung der Profite und der Konkurrenzfähigkeit der Reichen und Mächtigen. Und auch diejenigen, die mit nationalistischen und chauvinistischen Parolen versuchen, den berechtigten Zorn über Krieg, Aufrüstung und soziale Verelendung in reaktionäre Bahnen zu lenken, bieten keine Antworten: Der aufklaffende Widerspruch zwischen einer herrschenden Klasse in Deutschland, die sich für einen blutigen globalen Konkurrenzkampf um Macht und Einfluss rüstet, und einer Bevölkerung, die dafür ausgepresst und auch gewaltsam ruhig gestellt werden soll, wird von Rechts nicht gelöst. Er wird verdeckt und es wird davon abgelenkt. Mit Rassismus, Verschwörungstheorien oder der falschen Vorstellung, dass es einen friedliebenden deutschen Kapitalismus gäbe, der von den USA in den Krieg gezwungen werde.</p>
<p><strong>Auch die Unterstützung eines Genozids ist kein Tabubruch mehr!</strong></p>
<p>Während sich deutsche Politik und Medien alle Mühe geben, die Opfer des Genozids in Palästina kleinzureden, verschweigen sie gleichzeitig die Rolle deutscher Waffen, deutscher Rüstungsexporte und deutscher Politik bei diesem Jahrhundertverbrechen. Der deutsche Staat ist Mittäter und ist in den letzten Jahren international dafür bekannt geworden, Proteste dagegen gewalttätig zu zerschlagen, mit Repression zu überschütten und oppositionelle Stimmen mundtot zu machen.</p>
<p>Doch wir lassen uns weder unterkriegen noch spalten: Ihrer Repression treten wir offensiv entgegen. Und damit sind wir nicht allein: Hunderttausende gehen innerhalb der imperialistischen Staaten auf die Straßen. Institutionen und Unternehmen, die vom Genozid profitieren, werden angegriffen und blockiert. Es entwickeln sich neue Strukturen der internationalen Solidarität von unten.</p>
<p>Wichtige Bezugspunkte dieser Entwicklung sind kämpfende Bewegungen und Organisierungen aus den Bevölkerungen, die sich gegen die Angriffe des Imperialismus auf ihre Länder wehren und sich für kollektive Interessen von unten einsetzen – zum Beispiel in Kurdistan, Palästina oder dem Libanon.</p>
<p><strong>Sozialismus statt Weltkrieg: Revolutionäre Gegenmacht organisieren!</strong></p>
<p>Wir sagen klar: Der Hauptfeind steht im eigenen Land! 35 Jahre „deutsche Einheit“ bedeuten 35 Jahre verschärfte Ausbeutung, Sozialabbau und imperialistische Aggression. Wenn die Herrschenden an diesem Tag die deutsche Flagge schwenken, dann feiern sie ihren Sieg über uns.</p>
<p>Wir stellen uns quer: mit einer Perspektive des Widerstands gegen Krieg und Kapital, mit einer internationalistischen Haltung und mit dem Ziel einer sozialistischen Zukunft. Unser Ziel ist klar: eine antifaschistische, internationalistische und klassenkämpferische Bewegung, die nicht bei Appellen an die Regierenden stehen bleibt, sondern den Krieg an der Wurzel bekämpft.</p>
<p>Gerade weil an dieser Demonstration unterschiedlichste politische Kräfte teilnehmen, ist es wichtig, dort deutlich zu machen: Eine Bewegung, die sich ernsthaft gegen Krieg stellen will, muss mehr sein als ein buntes Sammelbecken. Ohne eine revolutionäre, klassenkämpferische Perspektive droht sie in bloßer Symbolpolitik zu versanden oder vor allem denen zu dienen, die Frieden nur als Schlagwort missbrauchen, um reaktionäre oder systemstabilisierende Ziele zu verfolgen.</p>
<p>Wer echten Frieden will, muss gegen die Ursachen des Krieges kämpfen: kapitalistische Ausbeutung, koloniale Unterdrückung und Imperialismus. Wer eine erfolgreiche Antikriegsbewegung aufbauen will, muss die Kriegstreiber benennen und angreifen.</p>
<p>Die Demonstration am 3. Oktober in Stuttgart ist eine zentrale Gelegenheit, unseren Protest sichtbar und spürbar zu machen.</p>
<p><strong>Kommt gemeinsam mit uns auf die Straße für eine Welt ohne Krieg, ohne Ausbeutung und ohne Unterdrückung!</strong></p>
<p>3. Oktober – 13 Uhr – Schlossplatz Stuttgart</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nein zum Krieg gegen den Iran!</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2025/06/22/nein-zum-krieg-gegen-den-iran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2025 11:22:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
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					<description><![CDATA[Nein zum Krieg gegen den Iran! Freiheit für Palästina! Für einen revolutionären Internationalismus! &#8222;Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts passiert, und Wochen, in denen Jahrzehnte passieren.&#8220; In den letzten Wochen scheint es so als würden Jahrzehnte passieren. Israels Aggression im Nahen- und mittleren Osten nimmt noch nicht dagewesene Ausmaße an und droht die gesamte Region [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p align="left"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: x-large;"><b>Nein zum Krieg gegen den Iran!</b></span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: x-large;"><b>Freiheit für Palästina!</b></span></span></p>
<p align="left"><span style="font-family: Liberation Sans, sans-serif;"><span style="font-size: x-large;"><b>Für einen revolutionären Internationalismus!</b></span></span></p>
<blockquote><p><i>&#8222;Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts passiert, und Wochen, in denen Jahrzehnte passieren.&#8220;</i></p></blockquote>
<p align="justify">In den letzten Wochen scheint es so als würden Jahrzehnte passieren. Israels Aggression im Nahen- und mittleren Osten nimmt noch nicht dagewesene Ausmaße an und droht die gesamte Region in Krieg und Elend zu stürzen.</p>
<h1 class="western"><b>Eine </b><b>knappe</b><b> Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse:</b></h1>
<ul>
<li>
<p align="justify">Am Freitag vergangener Woche begann Israel mit Luftschlägen und Raketenbeschuss auf den Iran. Dabei wurden Atomkraftwerke, militärische Einrichtungen aber auch Wohngebiete, Ölraffinerien und zivile Infrastruktur wie Wasserleitungen und Feuerwachen angegriffen. Es wurden ranghohe Militärs, Wissenschaftler:innen und hunderte weiterer Zivilist:innen getötet.</p>
</li>
<li>
<p align="justify">Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenbeschuss auf Israel und traf dabei unter anderem das israelische Verteidigungsministerium in Tel-Aviv. Palästinenser:innen in Israel und den besetzten Gebieten sind durch die Angriffe besonders gefährdet. Nur 46% von ihnen haben Zugang zu Schutzräumen (raketensichere Bunker) – ein weiterer Ausdruck des rassistischen Apartheidregimes.</p>
</li>
<li>
<p align="justify">Seitdem kommt es immer wieder zu gegenseitigem Beschuss. Allein im Iran sind über 400 Menschen getötet worden, knapp 80-90% davon sollen Zivilist:innen sein.</p>
</li>
<li>
<p align="justify">Die G7 einigten sich auf ein knappes Statement, das zwar auf „Deeskalation“ pocht, im gleichen Atemzug jedoch Israels „Recht auf Selbstverteidigung“ betont. Damit zeigen die westlichen Mächte auf wessen Seite sie sich positionieren. Trump ging dabei noch weiter und forderte über X den Iran auf, bedingungslos zu kapitulieren.</p>
</li>
</ul>
<p align="justify">Seitdem ist die Lage nach wie vor hoch dynamisch und eine weitere Eskalation scheint wahrscheinlich. Wir wollen an dieser Stelle einen kurzen Blick darauf werfen, welche Interessen hinter dem Krieg stehen und was wir hier in Deutschland tun sollten.</p>
<h1 class="western" align="justify">Keine Selbstverteidigung, sondern Machtansprüche!</h1>
<p align="justify">Entgegen der Behauptungen Israels handelt es sich bei diesem Krieg nicht um einen Akt der präventiven Selbstverteidigung. Ob der Iran aktuell überhaupt an Atomwaffen arbeitet, ist zumindest fraglich. Aber auch wenn dies der Fall sein sollte, würde es die Angriffe durch die einzige Atommacht in der Region nicht rechtfertigen.</p>
<p align="justify">Israel geht es in diesem Krieg darum, den Iran als regionalen Konkurrenten anzugreifen und das Regime nach Möglichkeit zu stürzen. Die nun losgetretene Eskalation bildet eine weitere Front im regionalen Neuordnungskrieg Israels, der das Potential in sich trägt, sich auszuweiten. Im Kontext der globalen Krise des Kapitalismus und der brüchigen Hegemonie der USA, hat Israel aktuell freie Hand, die westliche Hegemonie in der Region mit einer Kriegs- und Vernichtungspolitik herbeizubomben, die alle militärischen Aggressionen der letzten Jahrzehnte in den Schatten stellt.</p>
<ul>
<li>
<p align="justify">Der Angriff Israels bricht ohne Konsequenzen fürchten zu müssen das Völkerrecht. Sogenannte Präventivschläge ohne konkrete Bedrohungslage, sowie Angriffe auf Wissenschaftler:innen und die Bevölkerung, sind im Völkerrecht definitiv verboten. Klar ist aber ohnehin auch, dass ein siedlerkolonialer Staat der einen Völkermord in Palästina begeht, nicht viel auf das Völkerrecht gibt.</p>
</li>
<li>
<p align="justify">Gaza, das Westjordanland, Libanon, Syrien, Irak, Yemen und nun der Iran: Israel eröffnet mit den Angriffen die 7. Kampffront in knapp 2 Jahren. Wenn man sich vor einem Staat in der Region also schützen muss, dann vor Israel.</p>
</li>
<li>
<p align="justify">Gezielte Exekutionen von politischen und militärischen Führungspersonen sind schon immer Teil der israelischen Politik. Wie niedrig die Schwelle für solche Operationen mittlerweile ist, zeigt auch, welche neuen Maßstäbe hier gesetzt und normalisiert werden.</p>
</li>
</ul>
<h1 class="western">Rückendeckung vom Westen</h1>
<p align="justify">Bei seinem völkerrechtswidrigen Angriff bekommt Israel Rückendeckung durch die NATO. Trump forderte das iranische Regime zur bedingungslosen Kapitulation auf und auch die deutsche Politik stellt sich hinter Israel. Die wenigen, vorsichtig kritischen Töne, die sich dabei vernehmen lassen, gehören zur Show.</p>
<p align="justify">Merz brachte das Verhältnis mit seiner Behauptung, dass Israel mit dem Angriff auf den Iran die „Drecksarbeit“ für „uns“ mache, ganz gut auf den Punkt. Dabei lügt er natürlich, denn vielleicht macht Israel die Drecksarbeit für das westliche Kapital, aber ganz sicher nicht für die Bevölkerung hierzulande, die von einer weiteren Kriegseskalation im Nahen Osten überhaupt gar nichts hat.</p>
<p align="justify">Israel ist eine strategisch relevante Macht zur Wahrung westlicher Interessen in der Region. Und der Westen hat ein Interesse das iranische Regime loszuwerden. Nicht weil es eine Diktatur ist, sondern weil der Iran sich der westlichen Hegemonie widersetzt und dies als Regionalmacht auch über die eigenen Landesgrenzen hinaus. Das „Islamische Republik“ trat 1979 an die Stelle einer nicht weniger reaktionären pro-westlichen Schahmonarchie und verweigerte westlichen Konzernen fortan den direkten Zugriff auf die reichhaltigen Öl und Gasvorkommen des Landes.</p>
<p align="justify">Der nun angestrebte Regimechange, sollte also nicht mit Bestrebungen hin zu einer Demokratisierung oder Befreiung des Irans von reaktionärer kapitalistischer Herrschaft verwechselt werden. Wichtige Verbündete des Westens sind nach wie vor die monarchistischen Überreste des Schahmonarchie, die durchweg pro-zionistisch und pro-USA eingestellt sind. Ein westlich instruierter Regimechange verbunden mit der völligen Öffnung der iranischen Märkte würde sicherlich keine wirklichen Verbesserungen für die iranische Bevölkerung mit sich bringen. Nicht umsonst kämpften iranische Kommunist:innen Ende der 1970er an vorderster Front mit großem Rückhalt in der Bevölkerung für ein Ende der Schahmonarchie.</p>
<h1 class="western">Fallstricke vermeiden</h1>
<p>Wir sehen aktuell zwei Tendenzen in linken Debatten, die wir für gefährlich halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>1) Eine Position des „objektiven Antiimperialismus“</b></p>
<p>Die Tendenz, sich nun auf die Seite des iranischen Regimes zu stellen, ist vielleicht erst einmal nachvollziehbar. Immerhin handelt es sich bei den israelischen Angriffen um einen Teil eines großangelegten Angriffskrieges der die Souveränität einer ganzen Reihe von Staaten gewaltsam in Frage stellt.</p>
<p>Wesentlich für eine linke Perspektive auf den iranischen Staat ist aber, dass er die Interessen der iranischen Bourgeoisie vertritt. Eine Bourgeoisie, deren Herrschaft mit der massenhaften Verfolgung und Ermordung von Kommunist:innen begann, in deren Kerkern auch heute noch Streikende, Kommunist:innen und andere Linke gefoltert und hingerichtet werden, die in besonderer Weise Frauen und Queers unterdrückt und die große Teile der eigenen Bevölkerung mit einem harten neoliberalen Kurs seit den 90ern in Armut und Unsicherheit hält. Der aktuelle Kriegszustand bedeutet für fortschrittliche Teile der Bevölkerung in erster Linie eine weitere Verschärfung der ohnehin harten Repression und noch höhere Rüstungsausgaben, die an anderer Stelle fehlen.</p>
<p>Eine ganze Reihe an gewerkschaftlichen und feministischen Kräften, politischen Gefangenen und fortschrittlichen Prominenten aus dem Iran bezieht klar Stellung sowohl gegen die israelischen Kriegshandlungen, als auch gegen das Regime. Von beiden Seiten ist kein Ende von Ausbeutung, Krieg und Unterdrückung zu erwarten. Eine lebenswerte Perspektive ist nur denkbar, wenn sich das iranische Volk von seinen Unterdrückern befreit &#8211; allerdings ohne Einmischung anderer kapitalistischer Mächte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>2) Befreiungsimperialismus</b></p>
<p>Die von westlichen Politiker:innen gerne vorgeschobene und in hiesigen Medien unablässig wiederholte Position ist, dass die Angriffe auf den Iran zu befürworten seien, weil der von außen herbeigebombte Sturz des Regimes die Chance für einen demokratischen Wandel eröffne.</p>
<p>Diese Position leugnet, dass Israel eigene Interessen verfolgt und sich um das iranische Volk und dessen Interessen herzlich wenig sorgt. Das zeigen unter anderem die Flächenbombardements auf Wohngebiete Teherans. Ohne gesicherte Lebensmittel- und Energieversorgung und ohne Schutzräume ist die Bevölkerung den Angriffen und Zerstörungen hilflos ausgeliefert.</p>
<p>Der politische Ersatz für das aktuelle Regime soll nach israelischen Vorstellungen mitnichten die iranische Bevölkerung selbst sein. Vielmehr werden Figuren wie der im Exil lebende Israel- und USA-freundliche „Kronprinz“ Pahlavi, der die längste Zeit seines Lebens in Miami verbrachte und keinerlei Rückhalt in der Bevölkerung hat, jetzt hoch gehandelt.</p>
<p>Für einen demokratischen Umbau der Gesellschaft, für Frauenbefreiung, die Gleichberechtigung ethnischer Minderheiten und eine kollektive Kontrolle über die Reichtümer des Landes braucht es keine israelischen Bomben, sondern kämpfende Bewegungen, die von unten an der Macht rütteln. Dass das im Iran sehr wohl möglich ist, haben Hunderttausende gezeigt, die sich 2022 nach der staatlichen Ermordung Jina Ahminis unter dem Slogan „Jin Jiyan Azadi“ (Frau, Leben, Freiheit) erhoben und gegen das Regime gekämpft haben.</p>
<h1 class="western">Revolutionäre Solidarität aufbauen</h1>
<p>Orientierungen für eine proletarisch-internationalistische Position &amp; Praxis:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>1) Revolutionäre, proletarische Kräfte sind unsere Verbündeten.</b></p>
<p>Wir sind nicht unparteiisch. Wir stehen auf der Seite der internationalen Arbeiter:innenklasse und aller unterdrückten Völker. Das bedeutet, dass unsere Verbündeten die revolutionären, linken und kommunistischen Kräfte im Iran sind. In einem aktuellen Statement schreibt ein breiter Zusammenschluss unabhängiger Gewerkschaften und Basisorganisationen: <i>„Dieser Kampf kann nur vorankommen, wenn wir uns auf die eigene Stärke verlassen, an die Bewegungen der letzten Jahre &#8211; darunter „Brot, Arbeit, Freiheit“ [2018] und „Frau, Leben, Freiheit“ [2022] – anknüpfen und uns mit der internationalen Arbeiterklasse und allen humanistischen, freiheitsliebenden und gleichheitsorientierten Kräften solidarisieren.“</i></p>
<p>Ebenso stellen wir uns auf die Seite des vielschichtigen palästinensischen Widerstands, der sich dem andauernden Völkermord widersetzt. Dabei stützen wir uns insbesondere auf die Kräfte, die darin für eine sozialistische Perspektive eintreten, für eine solidarisch organisierte Gesellschaft verschiedener ethnischer und religiöser Gruppen jenseits vom rassistischen Siedlerkolonialismus des israelischen Staates.</p>
<p>Auch diejenigen, die in Israel gegen Kriegspolitik, Besatzung und Rassismus ankämpfen, sind wichtige Verbündete. Obgleich es nur wenige sind, die sich der aggressiven Indoktrination und Repression des israelischen Staates entgegenstellen, machen sie deutlich, dass Zionismus, die israelische Regierung und die Menschen, die in Israel leben eben nicht ein und dasselbe sind.</p>
<p>Wenn wir es schaffen, Solidarität mit diesen Kräften zu organisieren und unsere Kämpfe zu verbinden, dann haben wir schon viel gewonnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>2) Der Hauptfeind steht im eigenen Land</b></p>
<p>Hier in Deutschland ist der Ausgangspunkt unserer Arbeit, hier können wir dem Krieg entgegentreten. Der bekannte israelische Historiker Ilan Pappé betont zurecht: Der Genozid und die Kriegseskalationen Israels wären ohne US-amerikanische und europäische Unterstützung nicht möglich!</p>
<p>Und Ansatzpunkte gibt es genug:</p>
<p>Parteien, die die israelische Politik unterstützen und damit Krieg und Völkermord Rückendeckung geben, gibt es in Deutschland zu Genüge. Es ist das gesamte bürgerliche Parteienlager von der SPD bis zur AfD. Machen wir auf ihre Heuchelei aufmerksam, wenn sie von Menschenrechten, Demokratie, oder dem „Recht auf Selbstverteidigung“ sprechen. Entlarven wir sie als das was sie sind: Kriegstreiber und Imperialisten!</p>
<p>Ebenso ist hier eine ganze Reihe an Unternehmen zu Hause, die von Israels Besatzung, Krieg und Völkermord profitieren. Das deutsche Kapital ist Israels wichtigster Handelspartner in der EU. Ob Rüstungsindustrie, IT-Unternehmen oder Banken: Ihre Komplizenschaft offenzulegen, sie zu markieren und anzugehen schadet der israelischen Kriegsmaschinerie. Es ist ein besonders wichtiges Signal der internationalen Solidarität hier vor Ort ihre Finanziers und Quellen für Nachschub anzugreifen.</p>
<p>Also: Lasst es uns anpacken.</p>
<p>Von Deutschland nach Palästina bis in den Iran: Eine gemeinsame Front für die Revolution!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Größte revolutionäre Maidemonstration seit über 20 Jahren!</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2025/05/12/groesste-revolutionaere-maidemonstration-seit-ueber-20-jahren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2025 10:44:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Berichte und Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie läuft wieder! Nachdem die Stuttgarter Polizei zwei Jahre in Folge die revolutionäre Maidemonstration mit massiver Gewalt verhindert hatte, konnte die Demo in diesem Jahr erfolgreich durchgesetzt werden. Über 1700 Menschen kamen und setzten damit ein deutliches Zeichen gegen die Repression: Der revolutionäre 1. Mai ist in Stuttgart nicht klein zu kriegen. Die Demonstration war damit mit Abstand die größte seit Wiederaufnahme der Tradition vor 22 Jahren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="field field-name-field-abstract field-type-text-long field-label-hidden">
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<p><em>Sie läuft wieder! Nachdem die Stuttgarter Polizei zwei Jahre in Folge die revolutionäre Maidemonstration mit massiver Gewalt verhindert hatte, konnte die Demo in diesem Jahr erfolgreich durchgesetzt werden. Über 1700 Menschen kamen und setzten damit ein deutliches Zeichen gegen die Repression: Der revolutionäre 1. Mai ist in Stuttgart nicht klein zu kriegen. Die Demonstration war damit mit Abstand die größte seit Wiederaufnahme der Tradition vor 22 Jahren. Die große Teilnehmendenzahl ist sicherlich eine Reaktion auf die Angriffe der letzten Jahre, aber auch Ergebnis der gesellschaftlichen Situation. Für viele Menschen wird ersichtlich, dass der Kapitalismus sprichwörtlich abgewirtschaftet hat und unvereinbar mit einer lebenswerten Zukunft für alle ist. Die spürbare Notwendigkeit für eine Perspektive jenseits von Ausbeutung und Unterdrückung zu kämpfen, treibt viele auf die Straße.</em></p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
</div>
</div>
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<div class="field-item even">
<p>Bereits am Morgen beteiligten sich mehrere hundert Menschen am antikapitalistischen Block auf der Stuttgarter DGB-Demo, in Waiblingen kamen über 300 Menschen zur linken Mai-Mobilisierung vors Stihl-Werk. Der große Block auf der Stuttgarter DGB-Demo war ein wichtiges Signal. Hier musste die sozialdemokratische Gewerkschaftsführung zähneknirschend zurückrudern, hatte sie doch in den letzten Jahren aktiv versucht (teilweise in Kooperation mit der Polizei) die linke Gewerkschaftsbasis und antikapitalistische und revolutionäre Gruppen auszubooten. Dass dieser Versuch scheiterte, lag auch an der klaren Position vieler aktiver Gewerkschafter:innen und Funktionär:innen, die – in Zusammenarbeit mit der außerparlamentarischen Linken &#8211; starken Druck aufgebaut hatten.</p>
<p>Während die DGB-Spitze klein beigab, zeigte die Stuttgarter Polizeiführung früh, dass ihr auch in diesem Jahr wenig an einem entspannten Verlauf des 1. Mais gelegen war. Versuche, kollektiv von der DGB-Demo zur revolutionären Demo zu gehen, wurden unterbunden. Später setzte sich diese Herangehensweise bei der revolutionären Demo fort. Mehrere hundert Polizist:innen, darunter viel BFE und zwei Reiterstaffeln, verwandelten die Demospitze in einen Wanderkessel. Schulter an Schulter mit dem organisierten Frontblock, versuchten die Hundertschaften immer wieder über kleinere und größere Provokationen eine Eskalation herbeizuführen.<br />
Die revolutionäre Demo ließ sich auf dieses Spiel nicht ein. Organisiert in der Form, so lautstark und entschlossen in der Breite wie selten, agierte sie souverän und besonnen. Eine Souveränität die derStuttgarter Polizei spätestens dann abhanden kam, als an mehreren Stellen auf der Route unvermittelt Pyrotechnik an der Route die gute Stimmung grenzüberschreitend untermalte. Unklarheit über die Herkunft und die Unfähigkeit der Cops, die Aktionen zu verhindern, sorgten bei vielen Demonstrierenden für gute Laune. Diese wurde auch von vielen Parolen befeuert, die an der Route gesprüht waren.<br />
Durchgesetzt werden konnte auch die Rede der Revolutionären Aktion Stuttgart (RAS), die auch dieses Jahr wieder wie gewohnt vermummt auf dem Lautsprecherwagen gehalten wurde.</p>
<p>In die Offensive gingen Revolutionär:innen bereits in den Tagen vor dem 1. Mai – außerhalb des kontrollierbaren Rahmens, im klaren Antagonismus zur Staatsmacht. Zwei Tage zuvor wurde das ungarische Konsulat in Solidarität mit der in Ungarn inhaftierten Antifaschist*in Maja und der queeren Community (Ungarn verbietet die Pride-Demos) <a href="https://de.indymedia.org/node/506081" target="_blank" rel="noopener">großflächig mit Farbe angegriffen.</a></p>
<p>Bis zum ersten Mai konnte das Gebäude nicht gereinigt werden, war damit von der Demonstration aus sichtbarund zeigte somit deutlich, dass die Herrschenden konkret angreifbar sind – selbst dann, wenn die Polizei im gleichen Gebäudekomplex zuhause ist.</p>
<p>Der praktische Raum für die revolutionäre Linke in Stuttgart ist momentan eng. Innenministerium und Polizeiführung versuchen vieles, um die grenzüberschreitende Demo-Praxis der letzten Jahre in die Schranken zu weisen. Die brutalen Angriffe von 2023 und 2024 waren auch eine Reaktion auf die, wenn auch bescheidenen Erfolge, der revolutionären Linken viele Menschen über klassisch linke Kreise hinaus zu erreichen und zu mobilisieren. Gerade die feministischen Mobilisierungen, aber auch die antifaschistischen Mobilisierungen des letzten Jahres haben gezeigt: Die revolutionäre Linke ist in der Lage viele Menschen anzusprechen und in Aktion zu bringen.<br />
Es ist richtig in der Situation der praktischen Defensive nicht aufzugeben oder auszuweichen, sondern an der öffentlich beworbenen revolutionären Demonstration festzuhalten und damit die Straße als den zentralen Ort der gesellschaftlichen Auseinandersetzung gezielt zu nutzen.</p>
<p>Denn: Der politische Raum für die revolutionäre Linke weitet sich. Die Zuspitzung der gesellschaftlichen Situation, die Risse im Bild der Herrschenden macht Räume auf, die lange nicht da waren und die es zu nutzen gilt. Das ist heute nicht nur quantitativ gelungen, sondern auch qualitativ. Wenn 1700 Menschen, darunter viele gewerkschaftlich Aktive und junge Menschen, einem offen kommunistischen Aufruf folgen, ist das mehr als eine Randnotiz.</p>
<p>Die revolutionäre 1. Mai-Demonstration ist der Versuch eine Perspektive jenseits Ausbeutung und Unterdrückung sicht- und greifbar zu machen. <a href="https://perspektive-kommunismus.org" target="_blank" rel="noopener">Diese Perspektive ist notwendiger denn je. Sozialismus statt Barbarei! </a></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Stuttgart</strong></em></p>

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</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Waiblingen</strong></em></p>

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</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Revolutionärer 1. Mai 2025</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2025/04/14/revolutionaerer-1-mai-2025/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[ras]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2025 17:12:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Antifaschismus]]></category>
		<category><![CDATA[Antimilitarismus]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch in diesem Jahr geht es zum internationalen Kampftag der Arbeiter:innenklasse in Stuttgart auf die Straße. Der steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der kapitalistischen Krise, die den Hintergrund eines internationalen Rechtsrucks, verschärfter Kriegstreiberei und umfassender Verschlechterungen der Lebensbedingunge in der Arbeiter:innenklasse bildet. Mehr als genug Gründe dafür, an die lebendige Tradition der Arbeiter:innenbewegung anzuknüpfen, gegen den Kapitalismus und für eine sozialistische Revolution auf die Straße zu gehen! Lasst uns den Widerstand vielfältig und geeint auf die Straße tragen!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Auch in diesem Jahr geht es zum internationalen Kampftag der Arbeiter:innenklasse in Stuttgart auf die Straße. Der steht in diesem Jahr ganz im Zeichen der kapitalistischen Krise, die den Hintergrund eines internationalen Rechtsrucks, verschärfter Kriegstreiberei und umfassender Verschlechterungen der Lebensbedingunge in der Arbeiter:innenklasse bildet. Mehr als genug Gründe dafür, an die lebendige Tradition der Arbeiter:innenbewegung anzuknüpfen, gegen den Kapitalismus und für eine sozialistische Revolution auf die Straße zu gehen! Lasst uns den Widerstand vielfältig und geeint auf die Straße tragen!</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 1. Mai in Stuttgart:</p>
<p>» Hinein in den <strong>antikapitalistischen Block</strong> auf der alljährlichen DGB-Demo, wo die alltäglichen politischen und betrieblichen Kämpfe von Arbeiter:innen mit einer Perspektive jenseits des Kapitalismus zusammengebracht werden.</p>
<p><em>10 Uhr | Marktplatz</em></p>
<p>» Im Anschluss zur <strong>revolutionären Demo</strong>, wo der Bruch mit der kapitalistischen Klassenherrschaft und die kommunistische Alternative zu diesem krisengeschüttelten System im Fokus stehen. Gerade in Zeiten von Rechtsruck, Krieg und einer immer größer werdenden sozialen Misere, müssen andere gesellschaftliche Perspektiven ebenso greifbar gemacht werden, wie die Kämpfe und Organisierungen aus denen sie erwachsen können.</p>
<p><em>12:30 Uhr | Kronprinzstr. (S-Bahn-Stadtmitte)</em></p>
<p>» Und zum kollektiven Ausklang auf’s <strong>internationalistische 1. Mai Fest</strong> vor und im Linken Zentrum Lilo Herrmann. Mit Musik, Essen, politischen Beiträgen und viel Raum für Austausch und ein solidarisches Zusammenkommen.</p>
<p><em>15 Uhr | Linkes Zentrum Lilo Herrmann (Böblingerstr. 105)</em></p>
<p>Außerdem empfehlen wir auch in diesem Jahr die <strong>1. Mai Zeitung</strong> der bundesweiten Plattform Perspektive Kommunismus, in der aktuelle, internationale und historische Aspekte des Klassenkampfes und revolutionärer Politik behandelt werden. <a href="https://perspektive-kommunismus.org/2025/04/13/1-mai-zeitung-2025/" target="_blank" rel="noopener">Hier</a> kann sie gelesen und heruntergeladen werden.</p>

<a href='https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/04/1Mai25-0711.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="241" height="300" src="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/04/1Mai25-0711.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" /></a>
<a href='https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/04/1Mai25-Fest.jpg' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="300" src="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/04/1Mai25-Fest.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" /></a>
<a href='https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/04/1Mai25-ZeitungCover.png' title="" data-rl_title="" class="rl-gallery-link" data-rl_caption="" data-rel="lightbox-gallery-6" data-magnific_type="gallery"><img loading="lazy" decoding="async" width="209" height="300" src="https://revolutionaere-aktion.org/wp-content/uploads/2025/04/1Mai25-ZeitungCover.png" class="attachment-medium size-medium" alt="" /></a>

<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aufruf des revolutionären 1. Mai Bündnis:</strong></p>
<p>» zur <a href="https://erstermai0711.noblogs.org" target="_blank" rel="noopener">Bündnishomepage</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Auf die Barrikaden! Gegen Krieg, Rechtsruck, Kapitalismus – Für den Kommunismus!</h4>
<p><i>Krieg in der Ukraine, Bomben auf Gaza, Libanon, Syrien, Jemen. CDU, SPD und Grüne rücken weit nach rechts und stärken doch nur die AfD. Geplante Kürzungen beim Bürgergeld,</i> <i>400 Milliarden für die Rüstungsindustrie: Die Zeiten werden rauer, der Kapitalismus hat nichts mehr zu bieten, außer Chaos, Krise und Gewalt. </i><i>Am 1.Mai gehen wir deshalb gemeinsam und vereint auf die Straße! Für den Bruch mit diesem System, für die Perspektive der Revolution</i></p>
<p><strong>Erkämpftes verteidigen!</strong></p>
<p>Der Achtstundentag, Urlaub, Mindestlohn, Krankengeld, Krankenversicherung, Mutterschutz, Elternzeit, Tarifverträge, Lohnverhandlungen, Betriebsräte, das Streik- und das Wahlrecht. All das wurde uns von den Kapitalist:innen und ihren politischen Handlagern nicht etwa geschenkt. All das haben unsere Vorgänger:innen als Arbeiter:innenklasse hart erkämpft. Für diese Errungenschaften wurde viel Schweiß und Blut vergossen. Unzählige Arbeiter:innen mussten ihre Freiheit, Gesundheit oder ihr Leben opfern. Und nicht wenig davon steht schon jetzt wieder unter Beschuss.</p>
<p>Auch heute müssen wir wieder gemeinsam auf die Straßen und kämpfen. Kämpfen für höhere Löhne und Renten, bessere Arbeitsbedingungen, bezahlbare Wohnungen, moderne Schulen, Kitaplätze und Krankenhäuser. Eine ausgebaute Infrastruktur und ausreichende Frauenhäuser. Denn auch heute sehen wir, dass unsere Steuergelder in Aufrüstung, Konzerne und Banken gesteckt werden. Unsere Bedürfnisse für ein Leben in einer freien, friedlichen, gerechten und solidarischen Gesellschaft spielen dabei keine Rolle. Wenn wir all das und noch viel mehr erreichen wollen, reicht es nicht innerhalb der bestehenden Ordnung Reformen zu fordern. Ein grundlegender Bruch mit dem kapitalistischen System ist dafür unausweichlich.</p>
<p><strong>Gegen Spaltung und Krieg</strong></p>
<p>Die wenigen Mächtigen, die von diesem System profitieren, möchten unsere Unzufriedenheit weg von ihrer zerstörerischen Politik lenken. Migrant:innen und Geflüchtete sollen den Sündenbock für die sozialen Probleme in unserem Land spielen. Aber auch Bürgergeldempänger:innen werden zunehmend zur Zielscheibe. Wir sollen uns gegenseitig bekämpfen, statt unsere Wut gegen ihr System, das nur noch Armut und Zerstörung produziert, zu richten.</p>
<p>Um ihre Vorherrschaft und ihren Profit zu sichern versuchen sie, ganze Völker wie in Palästina, Kurdistan, Kongo, Sudan, Yemen usw. in die Knie zu zwingen. Während die Imperialisten Milliarden durch Waffenverkäufe und Kriegstreiberei verdienen, beuten sie die Menschen und Ressourcen in eben diesen Ländern aus. Auf der Suche nach einem würdevollen Leben begeben sich Tausende auf die lebensgefährliche Flucht Richtung Deutschland. Hier angekommen werden sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Aber das Ringen um Einfluss und Rohstoffe bedroht auch uns: In der Konfrontation von Mächten wie USA, China, Europa und Russland droht die Arbeiter:innenklasse in einem großen Krieg zermahlen zu werden. Die Regierung will für unvorstellbare 400 Milliarden  Euro Waffen produzieren, die EU insgesamt sogar für 800 Milliarden. Diese Waffen, die mehr wert sind als alle deutschen Ausgaben für Renten, Soziales, Bildung und Gesundheit, werden irgendwann eingesetzt – wenn wir es nicht verhindern!</p>
<p><strong>Eine Welt zu gewinnen!</strong></p>
<p>Es ist höchste Zeit für Veränderungen! Veränderungen die den Kern des Problems, den Kapitalismus mit seinen Krisen und Kriegen, angreifen müssen. Unser gemeinsamer Kampf gegen Faschismus, Patriarchat, Sozialabbau, Krieg und Klimawandel – und für ein würdevolles Leben in Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit bedeutet: der Kampf gegen das kapitalistische, imperialistische System und für den Kommunismus! Denn der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte. Er ist nicht alternativlos. Er wird von einer kleinen reichen Minderheit gestaltet, die von den Kriegen, der Umweltzerstörung und Ausbeutung unserer Arbeitskraft profitiert. Er kann und wird gestürzt werden! Schulter an Schulter werden wir dann eine Gesellschaft aufbauen, in der unsere Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen, statt der Profit Einzelner. Eine Welt, in der wir alle gleichermaßen Zugang zu Reichtümern und Ressourcen haben und kollektiv entscheiden, was und wie produziert wird und wie wir uns reproduzieren. Eine Welt die nicht ständig durch Krieg und Umweltzerstörung in ihrer Existenz bedroht ist! Deshalb:</p>
<h4>Am 1. Mai auf die Straßen! Für die Revolution! Für den Kommunismus!</h4>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Polizeigewalt entgegentreten!</strong><br />
Seit über 20 Jahren gehen wir in Stuttgart am 1.Mai für eine revolutionäre Perspektive auf die Straße. In den letzten beiden Jahren hat die Polizei mit Gewalt die Demonstration angegriffen. Wir sagen: Der Kampf gegen den Kapitalismus, gegen Krieg, Zerstörung der Umwelt, die tägliche Ausbeutung und den Genozid in Palästina, lässt sich nicht mundtot machen! Daher werden wir auch 2025 trotz autoritärer Staatsmacht unseren Protest selbstbestimmt auf die Straße tragen!</p>
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		<title>INTERNATIONALE DEBATTE #12 Revolutionärer Volkskrieg: eine Strategie zum Sieg der Guerilla</title>
		<link>https://revolutionaere-aktion.org/2025/02/05/internationale-debatte-12-revolutionaerer-volkskrieg-eine-strategie-zum-sieg-der-guerilla/</link>
		
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		<pubDate>Wed, 05 Feb 2025 19:08:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Militanz]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite]]></category>
		<category><![CDATA[Texte]]></category>
		<category><![CDATA[Theorie]]></category>
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					<description><![CDATA[«Noch keine herrschende Klasse, hat in der Geschichte ihren Platz freiwillig geräumt. Vielmehr haben sie sich immer auch bis zuletzt, verzweifelt an ihre Macht geklammert und auch vom letzten Mittel ihres Machterhaltes, der rohen Gewalt und dem offenen Terror gegen das Volk, ohne jeden Skrupel gebrauch gemacht.» Broschüre hier herunterladen Vorwort Am 15. August, feierten [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><em><strong>«Noch keine herrschende Klasse, hat in der Geschichte ihren Platz freiwillig geräumt. Vielmehr haben sie sich immer auch bis zuletzt, verzweifelt an ihre Macht geklammert und auch vom letzten Mittel ihres Machterhaltes, der rohen Gewalt und dem offenen Terror gegen das Volk, ohne jeden Skrupel gebrauch gemacht.»</strong></em></p></blockquote>
<p><a href="https://www.aufbau.org/wp-content/uploads/2025/01/ID-12.pdf" class="mtli_attachment mtli_pdf">Broschüre hier herunterladen</a></p>
<p><strong>Vorwort</strong></p>
<p>Am 15. August, feierten die Guerillaverbände der Freiheitsbewegung Kurdistans ihr 40 jähriges Bestehen. Was vor 40 Jahren, als ein kleines Grüppchen, schlecht bewaffneter, unerfahrener und nicht ausreichend ausgebildeter Partisanen begann, verwandelte sich in nur wenigen Jahrzehnten in eine professionelle revolutionäre Armee, die heute nicht nur die Herrschenden im Mittleren Osten erzittern lässt, sondern auch zu einer hoffnungsstiftenden Inspirationsquelle und Vorbild, für die revolutionäre Bewegung auf der Welt geworden ist. Was den Guerillakämpfern der Arbeiterpartei Kurdistans, an technischem Wissen, materiellen Ressourcen und langjähriger Erfahrung und Ausbildung mangelte, machten sie durch ihre klare Entschlossenheit und einen unerschütterlichen Glauben an den Sieg ihrer Sache wieder wett. Während der türkische Generalstab, der Guerilla nach der Offensive vom 15. August 1984, nur eine Lebensdauer von wenigen Tagen prognostizierte, – dann habe man mit diesen „Plünderern“ aufgeräumt, so die übermütigen Generäle damals, gelang es der Guerilla, sich innerhalb weniger Jahre auf alle Gebiete, des türkisch besetzten Nordkurdistans auszudehnen. Der Samen fiel auf fruchtbaren Boden und in kürzester Zeit schlossen sich tausende von Jugendlichen aus dem Volk, den Reihen der Befreiungsarmee an.</p>
<p>Der 40 Jährige Kampf der Arbeiterpartei Kurdistans hat in seiner Geschichte immense Errungenschaften hervorgebracht. Nicht zuletzt die Revolution von Rojava, der seit mehr als 12 Jahre ununterbrochen fortgeführte Aufbau der Volksmacht in Nord- und Ostsyrien, die beeindruckende Stärke der Frauenbewegung und überhaupt das Wiedererstarken einer kurdischen nationalen Volkskultur, nach Jahrzehnten der Assimilation und Unterdrückung, der Sprachverbote und der Massaker die im 20. Jahrhundert das Leben Hunderttausender forderten, wären allesamt undenkbar ohne aufopferungsvollen bewaffneten Kampf der Guerilla. Dabei ist es die besondere Stärke der Bewegung gewesen, stets mit einer vorausschauenden Weitsicht, einer enormen strategischen Intelligenz und einem feinen Gespür, für die Wahl der richtigen Taktiken zum richtigen Zeitpunkt, sich flexibel an die Veränderungen des politischen Prozesses, des Weltgeschehens und auch der Offensiven des Gegners anzupassen. Die PKK hat sich niemals gescheut, ihre Fehler offen darzulegen, sich selbst und die bisherige Praxis zu hinterfragen und auf Grundlage einer umfassenden Selbstkritik, sich selbst neu zu schaffen.</p>
<p>Diese Dialektik der Entwicklung des Kampfes ist es, welche die PKK im Jahre 2018 zu einer Neustrukturierung und Reorganisierung ihrer bewaffneten Verbände führen sollte. Angesichts der enormen technischen Entwicklungen, der regelrechten Technologisierung des Schlachtfeldes im 21. Jahrhunderts und dem nicht zu ignorierenden technischen Vorsprung des Gegners, hat die klassische Guerilla des 20. Jahrhunderts, ausgedient, so die Feststellung der Freiheitsbewegung Kurdistans im Jahr 2018. Mit den alten Methoden und Taktiken, war es nicht mehr möglich, vor allem gegen die hochentwickelten Aufklärungstechnologien, der gegnerischen Seite anzukommen. Eine Realität, mit welcher nicht nur die PKK, sondern viele revolutionäre bewaffnet oder militant kämpfende Bewegungen auf der ganzen Welt, zu ringen hatten und weiterhin haben. Ganz gleich ob unter den Kamera- und Gesichtserkennungsystemen der modernen intelligenten Städte, oder unter dem vermeintlich allsehenden Auge der millionenschweren Aufklärungs- und Kampfdrohnen, es bedarf einer neuen Art und Weise der Bewegung, Nutzung des Terrains, Organisationsstruktur und vor allem auch eines Mindsets auf der Höhe der Zeit, bei den Kämpfenden selbst.</p>
<p>Die „Guerilla des 21. Jahrhunderts“ oder auch „Guerilla der Demokratischen Moderne“, wie die PKK ihr ambitioniertes Projekt der Reorganisierung und Neuaufstellung ihrer bewaffneten Einheiten taufte, besitzt dabei jedoch nicht nur, für die Kämpfenden in Kurdistan eine ungeheuer wichtige Bedeutung, sondern hält unserer Meinung nach, auch wichtige Lehren, für die revolutionäre Bewegung weltweit, bereit. So ist es unerheblich unter welchen Bedingungen wir im Moment arbeiten und kämpfen mögen, ob in den Städten oder auf dem Land, unter dem Regime der so genannten bürgerlichen Demokratie oder der faschistischen Diktatur, eine jede Bewegung, die ernsthaft am Bruch mit den bestehenden Verhältnissen arbeitet, wird sich zwangsläufig, früher oder später, auch mit der Frage der Selbstverteidigung und der revolutionären Gewalt, auseinanderzusetzen haben. Noch keine herrschende Klasse, hat in der Geschichte ihren Platz freiwillig geräumt. Vielmehr haben sie sich immer auch bis zuletzt, verzweifelt an ihre Macht geklammert und auch vom letzten Mittel ihres Machterhaltes, der rohen Gewalt und dem offenen Terror gegen das Volk, ohne jeden Skrupel gebrauch gemacht.</p>
<p>Jedes Projekt revolutionärer Gegenmacht, ist zum Scheitern verurteilt, kann es nicht die Frage beantworten, wie die Gewalt des Gegners gebrochen und die Errungenschaften des eigenen Kampfes gesichert werden können. Der bewaffnete Kampf in Kurdistan, ist vor diesem Hintergrund herausragend, beweist er doch, dass es auch im 21. Jahrhundert möglich ist, nicht nur gegen die zweitgrößte NATO-Armee erfolgreich zu widerstehen, sondern man sogar, aller Technik zum Trotz, wichtige Siege erringen kann. Er eröffnet damit einen neuen Horizont und bedeutet, dass die Defensivposition in welche revolutionäre Kämpfe vor allem in den letzten 30 Jahren geraten sind, kein Schicksal sein muss. Er zeigt den Weg zu einer kämpferischen und offensiven Haltung und Kampfweise. Dabei ist die professionalisierte Guerilla des 21. Jahrhunderts, ein zentraler Aspekt in der von der PKK seit 2010 entwickelten Strategie des Revolutionären Volkskriegs, doch bei Weitem nicht die einzige Akteurin. Die von Abdullah Öcalan in seinen Verteidigungsschriften vorgeschlagene Strategie, welche seitdem stetig an die Bedingungen angepasst und verändert wurde, setzt neben der professionellen Guerilla auf dem Land, auch auf professionelle Stadtguerillagruppen im urbanen Umfeld, halbprofessionelle Selbstverteidigungseinheiten und revolutionäre Massengewalt, vor allem der Jugendbewegung, sowie eine enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit anderen Bündnispartnern der revolutionären Linken der Türkei.</p>
<p>Besonders in den vergangenen Jahren hat die Guerilla dabei den Kampf auf ein neues Niveau gehoben. Mit Hilfe neuer Flugabwehrsysteme, gelang es zum ersten Mal die bewaffneten Kampfdrohnen, das Herzstück der Kriegsstrategie des türkischen Faschismus unschädlich machen. Durch den Einsatz eigener unbemannter Waffensysteme in der Luft, Kamikazedrohnen und Weiterem, hat sich die Guerilla selbst die Dimension der Luft erobert und greift seit Beginn diesen Sommers, die türkischen Stellungen unentwegt an. In mehreren aufeinanderfolgenden „Revolutionären Operationen“ während der Wintermonate, zerstörten die Einheiten der Volksverteidigungskräfte und der Einheiten der Freien Frauen YJA-Star, gleich mehrere Besatzungsposten im irakisch-türkischen Grenzgebiet und zwangen die Invasoren einen Schritt zurück zu machen. Die Kampfweise des Tunnelkriegs, welche ganze Berge in regelrechte Festungen des Widerstands verwandelt hat, hat die türkische Militärführung nach drei Jahren des Kampfes an den Rande der Verzweiflung gebracht. Trotz der Tatsache, dass es der türkischen Armee möglich ist, bestimmte Hügel und Berggipfel zu besetzen, Verkehrsstraßen abzuschneiden und mit Luftlandeoperationen in die Gebiete der Guerilla vorzustoßen, so leisten Einheiten der Guerilla seit mittlerweile fast drei Jahren einen unerbittlichen Widerstand in den, laut der türkischen Kriegspropaganda, vermeintlich besetzten Gebieten des Zap-Gebirges. Dort hat sich die türkische Armee sich an dem weit verzweigten Netz der Kriegstunnel, die Zähne ausgebissen.</p>
<p>In ihrer ungebändigten Wut und um ihre eigene Niederlage gegenüber dem Widerstand der Guerilla zu verbergen, greift die faschistische türkische Armee seit 2023 unentwegt die befreiten Gebiet Nord- und Ostsyriens an, bombardiert die zivile Infrastruktur und versucht die Bevölkerung zur Flucht zu treiben. Doch obgleich der immer wiederkehrenden Angriffswellen, der weitreichenden Zerstörung der Stromversorgung und der Lebensmittelsicherheit, leistet die Bevölkerung einen entschlossenen Widerstand, baut trotzig das Zerstörte wieder auf und die Verteidigungskräfte der Revolution, vergelten jede Aggression, mit Angriffen auf die türkischen Besatzungssoldaten und ihre Helfershelfer. Für uns als revolutionäre Linke in den imperialistischen Metropolen, haben wir einiges vom Kampf der Guerilla, vom Widerstand der Bevölkerung und vor allem von der Einheit beider im Volkskrieg zu lernen. Die Guerilla siegt, weil sie keine isolierte Kraft von Militanten ist, sondern die Massen hinter sich weiß, von ihnen gestützt und versorgt wird und ein integraler Bestandteil eines breiten gesellschaftlichen Kampfes ist.</p>
<p>Auf welche starke Basis, die revolutionären Kräfte sich stützen können, haben vor allem auch die Ereignisse der vergangenen Monate in Syrien gezeigt. Der unbeugsame Abwehrkampf der Völker Nord- und Ostsyriens, die sich an der Seite ihrer Verteidigungskräfte, dem Vormarsch der türkischen Invasionstruppen und ihrer dschihadistischen Milizen, in den Weg stellen, beweist ein weiteres Mal die Kraft der revolutionären Bewegung. Während ein so hochmütiges Regime, wie das des syrischen Diktators Bashar al Assad, entgegen aller nach Außen vor sich her getragenen Selbstsicherheit, in nur binnen 12 Tagen vollständig implodierte, steht die Revolution von Nord- und Ostsyrien auch weiterhin auf einem unerschütterlichen Fundament. Assad stützte seine Macht auf die Schützenhilfe seiner ausländischen Verbündeten, das Projekt der Demokratischen Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens, hält dagegen eben nur deswegen stand, weil es sich auf den gemeinsamen Willen der Völker gründet und im Zweifel nur auf die eigene Kraft vertraut. Es sollte nicht verwundern, dass das aus Dschihadisten und Banden aller Couleur zusammengeschusterte Söldnerheer des türkischen Regimes, gegen eine solche Stärke nicht ankommen kann.</p>
<p>Doch wird auch in Nord- und Ostsyrien, ebenso wie in den umkämpften Bergen Kurdistans, nicht ausschließlich ein Kampf von Angesicht zu Angesicht, ausgefochten, vielmehr stehen sich auf den Schlachtfeldern Kurdistans, heute wohl mehr denn je, der Mensch und die Maschine in krassestem Gegensatz gegenüber. Was den Truppen des türkischen Faschismus, an Kampfgeist, Moral, Willenskraft, Kreativität und Unterstützung der lokalen Bevölkerung mangelt, versuchen sie auch in Nord- und Ostsyrien, durch den massiven Einsatz modernster Technik, auszugleichen. Wenn es den Besatzungstruppen, in den vergangenen Jahren und Monaten immer wieder gelungen ist, Teile der befreiten Gebiete an sich zu reißen, so sind diese vermeintlichen Erfolge, vor allem auf die Asymmetrie im Felde der Technik zurückzuführen. Es versteht sich von selbst, dass eine jede revolutionäre Kraft, welche der Natur ihres Kampfes gemäß, immer gegen eine gegnerische Übermacht und die sie unterfütternde technische Überlegenheit antreten muss, nicht so einfach mit dem Gegner gleichauf ziehen kann. Dass, es aber auch für eine revolutionäre Kraft, mit begrenzten Ressourcen, ohne Zugang zu Hochtechnologie und den modernen Waffenschmieden, durchaus möglich ist von neuartigen Techniken erfolgreich Gebrauch zu machen, das haben die Verteidigungskräfte der Revolution auch an den Fronten Nord- und Ostsyriens in den vergangenen Monaten deutlich gezeigt.</p>
<p>Mit dem massiven Nutzung von FPV-Drohnen gegen die türkischen Söldner entlang der Frontlinien und dem erfolgreichen Einsatz von Flugabwehrsystemen, welche eine vielzahl türkischer Kampfdrohnen, – den Stolz der türkischen Rüstungsindustrie, zu Boden brachten, haben sich die revolutionären Kräfte auch in Rojava den Luftraum zu mindest in Teilen, zurückerobert. Durch ausgeklügelte Tunnelsysteme sowie eine an das Gelände und die Witterungsverhältnisse angepasste Tarnung, gelingt es kleinen Einheiten immer wieder, die feindlichen Linien zu infiltrieren und tief in den besetzten Gebieten, erfolgreiche Schläge zu landen. Doch vor allem die Generalmobilisierung und Bewaffnung der Bevölkerung, die Zehntausenden von Menschen die Tag für Tag in allen Städten Nord- und Ostsyriens auf die Straßen gehen um ihre Verbundenheit mit der Revolution und ihre Entschlossenheit an ihren Errungenschaften festzuhalten, zu bekunden, sind eine Warnung an jeden potentiellen Gegner und gleichsam eine Botschaft an die Welt: Was mit Blut, Schweiß und großen Opfern in den 12 Jahren des Kampfes errungen wurde, wird nicht so einfach preisgegeben werden.</p>
<p>Auch wenn die Situation unübersichtlich ist und die politischen Verhältnisse sich rasend schnell ändern, klar ist, von wo auch immer ein Angreifer kommen mag, er wird damit rechnen müssen, einem zum äußersten entschlossenen Widerstand zu begegnen. Während sich in der kommenden Zeit am Horizont die Konturen eines neuen Syriens abzeichnen könnten, dürfte klar sein, die Demokratische Selbstverwaltung Nord- und Ostsyriens wird bleiben und auf die eine oder die andere Art und Weise, ein entscheidender Faktor in der Neugestaltung der Region sein. Klar ist, die Stellung welche Revolution heute als eigenständiger Faktor im politischen Geschehen Syriens und der gesamten Region einnimmt, ist nicht so einfach gewährt oder an den Tischen der internationalen Diplomatie ausgehandelt worden, – sie wurde erkämpft, gegen die Spielpläne der imperialistischen Mächte durchgesetzt und gegen den Willen der Herrschenden erzwungen. Dabei ist es auch heute wichtig, einmal mehr zu betonen, dass der Widerstand der kämpfenden Bevölkerung vor Ort, mit Sicherheit der maßgebliche Faktor gewesen ist, doch auch die internationale Solidaritäts- und Widerstandsbewegung, hatte einen entscheidenden Anteil daran, die Position der revolutionären Kräfte zu festigen und die Strategien der Herrschenden zu durchkreuzen. Auch weiterhin gilt es, im Bewusstsein darum, dass wir hier oder dort, mit den selben Gegnern zu kämpfen haben, die Verantwortlichen und Profiteure des Krieges in unseren eigenen Ländern aus der Deckung zu holen und die Hand der revolutionären Kräfte in Kurdistan zu stärken.</p>
<p>Um die Erfahrungen des Kampfes in Kurdistan, für das geneigte Publikum in den kapitalistischen Zentren zugänglich zu machen, wurden in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Broschüren, Textstücken und anderweitigen Materialien erstellt, die allesamt einen authentischen Ausdruck des revolutionären Prozesses in Kurdistan vermitteln und die Situation vor Ort verständlich machen. Auch wenn viel Mühe und Anstrengung in die Arbeiten der vergangenen Jahre geflossen ist, so kann bei Weitem nicht behauptet werden, dass die bisher erstellten Materialien ausreichen, um ein wirklich umfassendes Verständnis der Strategie des Revolutionären Volkskrieges zu erhalten. Wir sind daher überaus glücklich und stolz, mit der vorliegenden Broschüre, zum ersten Mal eine derart umfassende Schilderung und Definition des Revolutionären Volkskrieges, seiner Entwicklung, Erfahrungen, aber auch Herausforderungen vorlegen zu können. Dabei stammt der Text aus erster Hand, direkt von den Widerstandsfronten auf den Bergen Kurdistans und legt das strategische Verständnis der Guerilla Kurdistans dar. Wir sind der festen Überzeugung davon, dass der vorliegende Text, ein wichtiges historisches Dokument darstellt und hoffen, dass er der Leserschaft einen einzigartigen Einblick in die Strategie und Errungenschaften des revolutionären Kampfes in Kurdistan bieten kann.</p>
<p>Auch wenn der Text und das entwickelte strategische Konzept, nicht unter allen Bedingungen als Handlungsanweisung herhalten können und die revolutionären Kräfte Europas sich in einer völlig anderen Etappe des Kampfes befinden mögen, so gilt es dennoch von der Anpassungsfähigkeit, der Methode und der konstanten dialektischen Entwicklung der Bewegung zu lernen. Auch in den imperialistischen Metropolen werden wir uns darauf einstellen müssen, auf schnelle Veränderungen, den unerwarteten Übergang von einer Kampfphase in die nächste und auch mögliche auftretende Lücken in der gegnerischen Front, zu reagieren. Die Fähigkeit in der laufenden Bewegung, die Veränderung der objektiven Bedingungen zu analysieren, die subjektiven Kräfte auf der eigenen Seite ohne Übertreibung und Beschönigungen richtig zu bewerten und in jedem Moment die nötige Anspannung aufzubauen um zum entscheidenden Sprung auszuholen, das gilt es auch für unsere Verhältnisse hier, von der Bewegung in Kurdistan zu lernen. Zu „denken während man voranschreitet, und voranzuschreiten während man denkt“, wie Abdullah Öcalan es formulierte, die eigenen theoretischen Ansätze stets auf den Prüfstein der Praxis zu stellen und wenn nötig auch politisch flexibel, aber ideologisch Prinzipienfest zu agieren und sich stets zu erneuern, das sind die Eigenschaften derer eine revolutionären Kraft bedarf, um bei der Schnelligkeit des politischen Geschehens im 21. Jahrhunderts, die eigene Handlungsfähigkeit zu bewahren.</p>
<p>In diesem Sinne hoffen, wir dass alle Leserinnen und Leser nicht nur eine angeregte Lektüre genießen werden, sondern auch Inspiration, Kraft und wichtige Lehren für die eigene Praxis, aus dem vorliegenden Dokument ziehen können.</p>
<p>Anna Neuberger</p>
<p>Januar 2025</p>
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